Keinen Internet-Zugang: Ein Drittel der Deutschen surft nicht
zuletzt aktualisiert: 02.11.2006 - 14:55Essen/Hamburg (RPO). Das weltweite Netz ist nicht immer weltweit zugänglich: Selbst in Deutschland hat ein Drittel der Bevölkerung keine Möglichkeit, online zu sein. Während lediglich 24 Prozent der Männer zu den Offlinern gehören, sind es bei den Frauen sogar 45 Prozent.
Das geht aus einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Academic Data in Essen hervor. Nicht alle, die Zugang zum Netz haben, nutzen es auch: 6 Prozent erklärten, zwar die Möglichkeit zu haben, aber trotzdem nicht ins Internet zu gehen.
Von den Nutzern surfen 55 Prozent täglich, 27 Prozent gehen mehrmals pro Woche ins Netz. Männer sind dabei deutlich häufiger online als Frauen. Während 63 Prozent der Männer täglich surfen, liegt der Anteil der Frauen nur bei 46 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Nutzer kaufen über das Internet ein. Genauso viele nutzen Nachschlagewerke und Suchmaschinen, jeder zweite beteiligt sich an Auktionsbörsen.
Nur 3 Prozent der Nutzer betreiben ein Weblog, 9 Prozent lesen regelmäßig Online-Tagebücher. An der Umfrage im Auftrag der Hamburger PR-Agentur ZPR nahmen 1008 Männer und Frauen im Alter von 16 bis 65 Jahren teil.
Im Osten Deutschlands nutzen deutlich weniger Menschen als im Westen das Internet. So ist in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Leipzig und Chemnitz nur jeder Zweite online. In Westdeutschland sind die Quoten mit in der Regel mehr als 60 Prozent dagegen deutlich höher.
Das geht aus Daten des Marktforschungsinstituts TNS Infratest hervor, über die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln berichtet. Ein Grund für die unterschiedliche Nutzungsintensität sei, dass schnelle DSL-Verbindungen im Osten weniger verbreitet sind.
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