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Klagewelle der US-Musikindustrie zeigt Wirkung: Eingeschüchterte Tauschbörsennutzer

zuletzt aktualisiert: 06.01.2004 - 07:31

New York (rpo). Die US-Musikindustrie hat in den vergangenen Monaten einen gnadenlosen Feldzug gegen die Nutzer von Online-Tauschbörsen geführt. Zahlreiche Nutzer wurden verklagt, mussten teilweise hohe Strafen zahlen. Diese Offensive scheint ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben.

Im November und Dezember 2003 gaben nur noch 14 Prozent aller Internet-Nutzer in den USA an, sich auf diesem Weg mit Musik zu versorgen.

Im Mai vergangenen Jahres hatten sich in einer Befragung von comScore Media Metrix noch 29 Prozent zum Musik-Download in Tauschbörsen bekannt. Das bedeutet in absoluten Zahlen einen Rückgang von etwa 35 auf 18 Millionen Nutzer.

Bei der Befragung wurde zwar nicht zwischen den freien Peer-to-Peer-Netzen wie Kazaa und kommerziellen Download-Angeboten wie iTunes und dem neuen Napster unterschieden. Fachleute sind aber der Auffassung, dass die Halbierung des Nutzeranteils zum wesentlichen Teil auf massive Einbrüche bei den freien Tauschbörsen zurückzuführen ist.

So ging nach Angaben von comScore die Nutzung von Kazaa innerhalb eines Jahres bis November 2003 um 15 Prozent zurück, bei BearShare waren es 9 Prozent und bei Grokster sogar 59 Prozent.

Der Verband der Amerikanischen Musikindustrie (RIAA) zeigte sich von den Ergebnissen der Studie bestätigt, die comScore gemeinsam mit dem Pew Internet & American Life Project erstellt hat und die auf der Befragung von mehr als 1.300 Personen beruht. "Das ist eine gute Nachricht", sagte Geschäftsführer Mitch Bainwol.

Auch im Jahr 2004 werde sein Verband diejenigen Personen verklagen, die in großem Umfang urheberrechtlich geschützte Musikstücke aus dem Internet herunterladen.

Seit September vergangenen Jahres hat die RIAA rund 400 Einzelklagen eingereicht. Die meisten Fälle wurden gegen Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 2.500 bis 7.500 Dollar (2.000 bis 6.000 Euro) beigelegt.


 
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