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Nach fremdenfeindlichem Tweet
Erika Steinbach wehrt sich gegen Kritik

Chronik: Dauerstreit um Erika Steinbach
Chronik: Dauerstreit um Erika Steinbach FOTO: APN
Berlin. Ihr fremdenfeindlicher Foto-Tweet hat Erika Steinbach enorme Kritik eingebracht. Die CDU-Bundestagsabgeordnete aber will das nicht auf sich sitzen lassen – und wehrt sich.

"Es ist kein aggressives Foto", sagte sie der "Bild"-Zeitung, es zeige lediglich ein Problem. Auf die Frage, ob Deutschland 2030 wirklich so aussehen könne, wie auf dem von ihr im Internetdienst Twitter verbreiteten Foto, antwortete sie: "Die Daten deuten darauf hin. In Großstädten gibt es jetzt schon einen erheblichen Anteil nichtdeutscher Bevölkerung."

Das Foto zeigt ein blondes Kind umringt von dunkelhäutigen Menschen. Darüber steht: "Deutschland 2030", darunter "Woher kommst du denn?" Es sei ihr von einem Vater aus Frankfurt am Main zugeschickt worden, dessen Kind in seiner Klasse nur noch zwei weitere deutsche Mitschüler habe.

Auch auf Twitter wehrt sie sich gegen den Shitstorm, den sie mit ihrem Tweet ausgelöst hatte. So schrieb sie am Montagmorgen:

Schon am Wochenende hatte sie sich mit diversen Tweets gegen den Unmut der User gewehrt – etwa gegen den Vorwurf der Hetze.

Steinbach hatte für ihren Tweet unter anderem Kritik von CDU-Generalsekretär Peter Tauber einstecken müssen.

Darauf reagierte sie mit folgendem Tweet.

Auch die Kritik des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki wollte sie nicht gelten lassen. 

Woelki hatte über den Twitter-Account des Erzbistums Köln und bei domradio.de dazu gesagt:

Der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, forderte angesichts des Tweets von der CDU personelle Konsequenzen: "Frau Steinbach sollte nicht länger im Angebot der CDU sein. Ein Ausschluss aus der Fraktion ist dringend geboten." Auch aus ihrer Partei kommt Kritik an Steinbach. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte im ZDF-"Morgenmagazin": "Das ist natürlich totaler Unsinn, was sie gemacht hat."

(das/dpa)
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