Blog will aufklären: Es gibt auch gute Osamas
zuletzt aktualisiert: 28.07.2008 - 19:30Düsseldorf/London (RPO). Farrah Harral und Masood Khan haben eine gewaltige Aufgabe vor sich: Die beiden britischen Moslems bereisen derzeit die gesamte Welt. Innerhalb von 50 Tagen wollen sie 500 Männer mit dem Namen Osama finden und so die andere Seite des Islam zeigen. Das Duo fotografiert die gefundenen Osamas, die ihnen auf einem Schild erklären, was sie lieben.
Spätestens seit dem 11. September 2001 haben es die Osamas dieser Welt schwer. Das liegt zweifellos an dem unpopulären Namensvetter mit dem Nachnamen bin Laden. Osama, das ist in der islamischen Welt ein verbreiteter Name, der nur im Westen einen faden Beigeschmack hat. Mit diesem Umstand wollen die beiden Reisenden aufräumen.
Die Resultate sind in dem Blog "Osama loves" zu finden. Dem Beobachter wird schnell klar, dass der Name Osama nicht gleichzusetzen ist mit der Inkarnation des Teuflischen. Hinter Osama verbergen sich ganz normale Schicksale - ob in Ägypten, Großbritannien oder Nigeria. Der dreijährige Osama aus Kairo zum Beispiel liebt seinen Ball, sein nigerianischer Gegenpart ist ein Fan von Wayne Rooney.
Diese Bilder sind es, mit der die 26-jährige Medizinerin Farrah und der 31-jährige Filmemacher Khan die schöne Seite des Islam zeigen. Bilder voller Freude und Leichtigkeit, wo in westlichen Wohnzimmern immer an Bomben und Extremisten gedacht wird.
Das von dem britischen TV-Sender Channel 4 initiiierte Projekt dauert noch 23 Tage, 70 Osamas wurden bereits gefunden. Es gibt also noch viel zu tun.
Eine Auswahl der bisher geschossenen Bilder finden sie hier!
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