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Shoppen im Internet
Es muss nicht immer Ebay sein
Hintergrund: Alternative Verkaufsbörsen im Internet
Hintergrund: Alternative Verkaufsbörsen im Internet FOTO: Screenshot
Düsseldorf. Die wohl bekannteste Verkaufsplattform im Internet at für viele private Nutzer und Sammler ihren Reiz verloren – zu viele professionelle Händler vertreiben dort inzwischen Neuware zu Festpreisen. Grund genug, einige neue Verkaufsportale unter die Lupe nehmen, die den Spaß am Handeln auf virtuellen Marktplätzen wieder wecken könnten.

Schon seit Jahren zeichnet sich bei Ebay eine Entwicklung ab, die vielen privaten Käufern missfällt: Das Internet-Auktionshaus entwickelt sich zunehmend in ein virtuelles Einkaufszentrum, in dem professionelle Händler fabrikneue Ware gegen Festpreise anbieten. Diese Produkte sind oft keine Schnäppchen und das was den Reiz der Plattform ausmachte - Flohmarktcharakter und Nervenkitzel bei den Versteigerungen - ist für viele Nutzer verlorengegangen. Auch wurden die Nutzungsbedingungen des Portals so kompliziert, dass viele Verkäufer inzwischen einen online-Gebührenrechner konsultieren, um kalkulieren zu können, wie viel Geld ihnen nach der Transaktion überhaupt in die Taschen fließt.

Das ist Grund genug, ein paar neue Verkaufsbörsen vorzustellen. Welche alternativen Plattformen gibt es und was bieten sie Käufer und Verkäufer?

Stuffle

Ein Flohmarkt auf dem Smartphone - das soll die kostenlose App Stuffle möglich machen. Mit dieser App können Interessierte in Angeboten anderer Stuffle-Nutzer in ihrer näheren Umgebung stöbern und natürlich selbst Artikel zum Verkauf anbieten. Die Angebote werden nicht nach Produktkategorien, sondern nach der Entfernung zum Standort des Nutzers sortiert, es erscheint also eine bunte Palette ganz verschiedener Artikel auf dem Display. Fans der App loben die einfach nutzbare Oberfläche im Retrolook sowie die schnelle Aufgabe von Angeboten. Für gezielte Suchanfragen ist Stuffle dagegen weniger gut geeignet – was hier zählt, ist der Flohmarktcharakter.

Kleiderkreisel

Bei der Onlineplattform Kleiderkreisel dreht es sich – wie der Name schon andeutet – in erster Linie um alte Kleider, die neue Besitzer finden sollen. Nutzer, die ihren Kleiderschrank entrümpelt haben, können hier nicht mehr Gebrauchtes zum Verkauf anbieten, gegen andere Kleidungsstücke eintauschen oder gar verschenken. Auch Schuhe, Schmuck und Kosmetik kann man auf Kleiderkreisel kostengünstig finden. Angebot und Verkauf der Artikel erfolgt kostenlos. Im Vordergrund der Plattform soll auch der Community-Gedanke stehen: Kleiderkreisel verfügt über ein lebendiges Forum, in dem sich die überwiegend jungen Nutzer über Mode, Stylingtipps und Alltägliches austauschen.

Amazon Marketplace 

Auf dieser Plattform können Privatpersonen und Unternehmen zu einem festen Preis Produkte in neuem oder gebrauchtem Zustand anbieten. Diese werden potentiellen Käufern dann neben den Angeboten von Amazon angezeigt. Es wird die übliche Amazon-Infrastruktur genutzt. Amazon behält sich eine Verkaufsgebühr von 1,14 Euro (0,99 Euro zuzüglich 15 Prozent Umsatzsteuer) und 15% des Verkaufspreises (zuzüglich 15 Prozent Umsatzsteuer) ein. Die Verkäufer erhalten eine kleine Versandkostenpauschale. Händlern, die mehr als 40 Artikel pro Monat verkaufen, empfiehlt Amazon die Eröffnung eines Power-Anbieter-Kontos, bei dem gegen eine monatliche Grundgebühr die Verkaufsgebühr entfällt.

Kalaydo

Dieses Anzeigenportal funktioniert ganz ähnlich wie Ebay-Kleinanzeigen. Kalaydo wirbt besonders mit seinem Fokus auf Angebote aus der Region des Interessenten. Dank seines hohen Bekanntheitsgrades bietet Kalaydo ebenso wie Ebay-Kleinanzeigen eine große Auswahl an.

Ebay-Kleinanzeigen

Bei Ebay-Kleinanzeigen können die Nutzer ähnlich einem Zeitungsinserat Anzeigen aufgeben, allerdings erfolgt dies kostenlos. Die Anzeigen beschränken sich zumeist auf den Preis, ein Bild des Produktes, die Kontaktdaten des Verkäufers und ein paar nähere Informationen zum Produkt. Der Verkauf läuft nach den Modalitäten von Käufer und Verkäufer ab. Es gibt auch keine Bewertungen von Käufern oder Verkäufern wie auf der regulären Ebay-Plattform.

Nutzer können auch Annoncen aufgeben, wenn sie ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung suchen. Vom Babysitter über den Kochkurs bis hin zum Ausbildungsplatz kann hier alles gefunden beziehungsweise gesucht werden. Auch die Option des Verleihens und Verschenkens wird auf der Plattform angeboten. Verschenkt werden allerdings meist sperrige Möbel älteren Datums, die Interessenten dann selbst abholen können.

Quelle: csi/sgo
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