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Googe Eric Schmidt vor US-Senat Panorama dpa 2011
  Foto: EPA, dpa
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Eric Schmidt vor dem US-Senat: Ex-Google-Boss: "Wir frisieren keine Daten"

zuletzt aktualisiert: 22.09.2011 - 09:46

Washington (RPO). Nutzt der Internet-Riese Google seine Suchmaschine, um eigene Produkte hervorzuheben und zu promoten? Um diese schwerwiegende Anschuldigung zu klären, zitierte der US-Senat jetzt den ehemaligen Google-Chef Eric Schmidt zu einer Anhörung. Schmidt wies dabei die Vorwürfe entschieden zurück.

Eid vor dem Senat: Eric Schmidt von Google musste sich unangenehme Fragen gefallen lassen.  Foto: EPA, dpa
Eid vor dem Senat: Eric Schmidt von Google musste sich unangenehme Fragen gefallen lassen. Foto: EPA, dpa

Ein Konzernchef im Kreuzverhör – diesen Eindruck konnte man bei der Anhörung vom Mittwochabend (Ortszeit) schnell bekommen. "Sie haben die Daten so aufbereitet, dass Sie immer Dritter sind", rief der republikanische Senator Mike Lee anklagend in Richtung Schmidt. Diesen Vorwurf erheben Google-Mitbewerber wie Nextag, das Meinungsportal Yelp und der Reisedienst Expedia schon seit längerem.

"Google bestimmt"

"Google ist in der Position, darüber zu bestimmen, wer im Internet erfolgreich ist und wer versagt", beklagt Lee. Fakt ist: Der Internetkonzern kontrolliert etwa zwei Drittel des weltweiten Suchmaschinenmarktes. Schmidt ließ sich dennoch nicht aus der Reserve locken.

Schmidt wies die Vorwürfe, dass Google seine Vormachtstellung ausnutze, entschieden zurück. Die Suchergebnisse seien nicht "frisiert" worden, um eigene Produkte und Listings in den Vordergrund zu stellen, erklärte Schmidt vor dem Ausschuss, der sich mit Kartellfragen beschäftigt. Dann versuchte Schmidt, der heute den Vorsitz im Google-Verwaltungsrat innehat, bei den Politikern für Verständnis zu werben.

"Wachsende Konkurrenz"

Sein Konzern müsse sich schließlich wachsender Konkurrenz erwehren. Als Beispiele nannte Schmidt Reise-Suchportale, Schnäppchenanbieter und das soziale Netzwerk Facebook. "Konsumenten, vor allem die jungen, wenden sich zunehmend an ihre Online-Freunde, um herauszufinden, was getragen, gegessen und angeschaut wird."

Schmidt trug seine Argumente bei der Anhörung ruhig vor und gab sich gelassen: "Obwohl kein Unternehmen um Regierungsermittlungen bitten würde, sind wir zuversichtlich, dass unsere Geschäftspraktiken genauen Prüfungen standhalten."

Neue Offensive mit Google+

Bereits zu Wochenbeginn hatte Google in der Offensive gegen den schärfsten Konkurrenten Facebook die nächste Runde eingeläutet. Nach einer Testphase von zwölf Wochen wurde das Netzwerk "Google Plus" jetzt für jedermann geöffnet.

Zuvor war der Internetdienst nur auf besondere Einladung für Mitglieder verfügbar. Mit "Google Plus" will der Konzern Facebook Nutzer abjagen. Facebook verfügt derzeit über geschätzt 750 Millionen registrierte User.

Quelle: RTR/csi

 
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