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Daten-Skandal: Facebook beugt sich dem Druck der User

zuletzt aktualisiert: 18.02.2009 - 08:46

New York (RPO). Das Internet-Portal Facebook kehrt zumindest vorübergehend zu den alten Nutzungsbestimmungen zurück. Zuvor hatte sich das Unternehmen mit einer Neufassung der Facebook-Regeln einen weitreichenden Zugriff auf Texte, Fotos und Videos seiner User eingeräumt und damit einen Proteststurm ausgelöst.

Facebook ist nun schnell wieder zurückgerudert. Was war geschehen? Die Ereignisse um die neuen Bestimmungen für Facebook-User haben sich in den letzten Stunden überschlagen. Die Nutzungsbestimmungen wurden bereits am 4. Februar geändert. Am Sonntag aber machte das Verbraucherschutz-blog Consumerist.com darauf aufmerksam, erhob sich der Proteststurm. Am Dienstag erreichte die Zorneswelle ihren vorläufigen Höhepunkt, die Resonanz in den Medien tat ihr Übriges.

Am Mittwochmorgen meldete sich erneut Facebook-Chef Mark Zuckerberg zu Wort: "Wir haben uns entschieden, zu unseren alten Nutzungsbedingungen zurückzukehren", schrieb er in seinem Blog, der am Mittwochmorgen vorübergehend nicht erreichbar war.  Die Änderungen hätten bei den Usern zahlreiche Fragen aufgeworfen. Über das weitere Vorgehen müsse nun beraten werden. Endgültig vom Tisch sind die Facebook-Änderungen also nicht.

Schon zuvor hatte Zuckerberg in seinem Blog-Beitrag beteuert, dass die Besitzrechte für die Inhalte weiter bei den Mitgliedern liegen sollten. Die Überlassung der Rechte an Facebook sei aber erforderlich, um die Inhalte an die Kontakte der Nutzer weitergeben zu können. Selbst wenn ein Mitglied den Account abstelle, behielten ihre Freunde eine Kopie der versandten Status-Meldungen und anderen Inhalte, erklärte Zuckerberg. Daher benötige Facebook weiter eine Lizenz dafür. Mit der Änderung der Nutzungsbestimmungen habe man diesem Umstand deutlicher als zuvor Rechnung tragen wollen.

Eine kommerzielle Verwertung der Daten durch eine Ausweitung der Nutzungsrechte habe das Unternehmen nie im Sinne gehabt, versicherte Facebook-Sprecher Barry Schnitt am Mittwochmorgen.

Facebook hat weltweit 175 Millionen Mitglieder. In dem "Social Network" präsentieren sie sich mit einer eigenen Profilseite und tauschen sich mit anderen Mitgliedern aus, die sie als "Freund" oder "Freundin" registriert haben.

Quelle: AP

 
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