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Facebook stellt Selbstmordgefährdeten einen Freund zur Seite

Facebook stellt Selbstmord-Gefährdeten einen Freund zur Seite
Mit einer speziellen Nachricht kontaktiert Facebook mögliche Betroffene. FOTO: Facebook
Düsseldorf. Nicht immer werden in sozialen Medien hübsche Urlaubsfotos, lustige Videos oder spannende Links geteilt. Einige Nutzer posten auch Beiträge, die nahelegen: Ich will nicht mehr leben. Diesen Nutzern will Facebook jetzt stärker helfen.

Wer einen Beitrag eines Freundes sieht, der auf eine Selbstverletzung oder Suizidgedanken hinweist, sollte sich im Zweifelsfall zuerst an die Polizei wenden. Jetzt kann man aber auch Facebook darauf hinweisen, vor allem wenn man den Freund nicht selbst kontaktieren möchte. Dafür gibt es in der Hilfe des sozialen Netzwerks ein eigenes Formular.

Derartige Meldungen prüft ein eigenes Team rund um die Uhr, teilt Facebook mit. Ist Unterstützung nötig, wird der Betroffene direkt kontaktiert. "Können wir helfen?" lautet die Botschaft, die Facebook dem Nutzer anzeigt.

Schon seit längerem arbeitet das Netzwerk dabei mit Hilfsorganisationen wie der Telefonseelsorge oder der "Nummer gegen Kummer" zusammen. Der Betroffene erhält die Kontaktdaten zu den Organisationen - und kann direkt dort anrufen oder auch einen Chat beginnen.

Nun bietet Facebook dem Betroffenen außerdem an, dass er einen Freund kontaktieren kann, entweder über den Messenger oder per Telefon - wenn die Telefonnummer denn öffentlich hinterlegt ist. Außerdem gibtFacebook Tipps im Umgang mit suizidalen oder selbstverletzenden Gedanken.

Hier geht es zum Formular für Freunde, die einen Beitrag mit Suizidgedanken melden möchten.

Benötigen Sie Hilfe oder ein offenes Ohr? In Deutschland erreichen Sie die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 1110111. Mehr Informationen über das Angebot finden Sie hier.

(hebu)
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