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Terror in Paris
So funktioniert der "Safety-Check" von Facebook

Facebook: Wie funktioniert der "Safety-Check"?
FOTO: Facebook
Paris. Facebook hat nach den Terroranschlägen von Paris die Funktion "Safety-Check" aktiviert. Zum ersten Mal ist die Funktion bei Anschlägen zum Einsatz gekommen. Wir erklären Ihnen den Hintergrund. Von Daniel Fiene

"Danke Facebook, per Anruf oder SMS war kein Durchkommen nach Paris", schrieb in der Nacht zu Samstag eine Nutzerin auf Facebook. "Aber dank euch weiß ich, dass es meinen Freunden gut geht." Facebook hatte zuvor den "Safety-Check" für seine Mitglieder in Paris aktiviert. Sie konnten freiwillig angeben, ob sie sich in Sicherheit befinden.

Wenn Sie bei Facebook eingeloggt sind, können Sie unter der Adresse facebook.com/safetycheck/ sehen, welche Ihrer Freunde sich in Paris aufhalten und sich als "sicher" markiert haben. Wenn Facebook Anzeichen feststellt, dass sich ein Nutzer in Paris aufhällt, hat er seit der vergangenen Nacht das Angebot bekommen, den eigenen Status auf "sicher" zu stellen, sodass Freunde sich darüber informieren können. Dann können Bekannte gezielt danach suchen.

So sieht der "Safety Check" aus, nachdem sich unser Reporter Gianni Costa als sicher markiert hat. FOTO: Facebook

Facebook nutzt unterschiedliche Methoden, um den Aufenthaltsort der Nutzer zu bestimmen. Das Netzwerk orientiert sich an dem Ort, den man in seinem Profil angegeben hat. Es wird auch geschaut, an welchem Ort sich die Person zuletzt eingechekt hat, wenn der Nutzer der Ortung zuvor zugestimmt hat oder in welcher Stadt das Internet aktuell genutzt wird. Wenn Facebook den Ort falsch einstuft, können die Nutzer auch angeben, dass sie sich nicht innerhalb des betroffenen Gebiets befinden. 

Wer Freunde hat, die sich innerhalb des Gebiets befinden und wenn die sich als "sicher" markiert haben, erhält eine Benachrichtigung über den neuen Status der Freunde. Dieses Video von Facebook demonstriert die Funktion:

Das Netzwerk reagierte schnell auf die Anschläge von Paris. Um Mitternacht meldete sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, stellte die Funktion vor und bekundete sein Mitleid: 

 

My thoughts are with everyone in Paris tonight. Violence like this has no place in any city or country in the world....

Posted by Mark Zuckerberg on  Friday, November 13, 2015

 

Zum ersten Mal ist der "Safety-Check" im Rahmen eines Terroranschlags aktiviert worden. Ursprünglich hatte das US-Unternehmen die Funktion "Safety-Check" für Naturkatastrophen entworfen. In diesem Jahr ist die Funktion bisher fünf Mal zum Einsatz gekommen. Sie wurde unter anderem nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal im April eingesetzt.

(RPO/dafi/dpa)
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