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Konkurrent für Youtube?
Facebook will Werbeerlöse mit Video-Produzenten teilen

Hintergrund: Meilensteine in der Facebook-Geschichte
Hintergrund: Meilensteine in der Facebook-Geschichte FOTO: dpa, Jessica Binsch
Menlo Park. Erst ließ Facebook Videos direkt auf die Plattform des Online-Netzwerks hochladen, jetzt wird an einem Geschäftsmodell dafür gearbeitet. Das macht Facebook stärker zu einem Konkurrenten für Googles Youtube. Zudem soll es Überlegungen fürs Musikgeschäft geben.

Facebook nimmt das Geschäft der Google-Videoplattform Youtube ins Visier. Das weltgrößte Online-Netzwerk teilt zunächst testweise die Werbeerlöse bei einigen Videos mit den Autoren. Anfangs gilt das nur für ein Experiment mit vorgeschlagenen Videos, die Nutzern auf Basis der bisher angesehenen Clips vorgeschlagen werden, wie Facebook am späten Mittwoch ankündigte.

Da die Produzenten der Videos 55 Prozent vom Umsatz bekommen sollen, könnte das mehr neue Inhalte auf die Facebook-Plattform anlocken. Facebook wird inzwischen vor allem auf mobilen Geräten genutzt. Für den Test arbeitet das Online-Netzwerk mit mehreren Medienunternehmen zusammen.

Chronologie des Facebook-Aufstiegs FOTO: afp, JUSTIN SULLIVAN

Facebook hat über 1,4 Milliarden aktive Mitglieder, die Google-Tochter Youtube ist die weltweit führende Videoplattform mit ebenfalls mehr als einer Milliarde Nutzer. Das Teilen der Werbeeinnahmen erlaubt es Autoren von Videos, ein Geschäft mit Hilfe der Plattformen aufzubauen. Die gewaltige Nutzerbasis macht beide Dienste zu einem attraktiven Anlaufpunkt für Inhalte-Anbieter.

Nach Angaben von April werden pro Tag vier Milliarden Videos auf der Facebook-Plattform abgerufen. Das Netzwerk führte auch Videowerbung ein. Gründer und Chef Mark Zuckerberg zeigte sich zuletzt überzeugt, dass die Nutzer in Zukunft viel mehr bewegte Bilder untereinander teilen werden - heute sind es vor allem Fotos.

Facebook könnte Youtube auch auf einem weiteren Feld angreifen: Nach Informationen des Technologieblogs "The Verge" führte das Online-Netzwerk Gespräche mit den großen Musikkonzernen - auch wenn unklar blieb, worum genau es dabei ging. Youtube ist vor allem für junge Nutzer eine der zentralen Adressen, um kostenlos Musik zu hören, der Dienst schaltet kurze Anzeigen vor den Clips.

(dpa)
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