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Meilenstein
Facebook zählt erstmals eine Milliarde Nutzer am Tag

Facebook zählt erstmals eine Milliarde Nutzer an einem einzigen Tag
Facebook zählte am Montag erstmals eine Milliarde eingeloggter User. FOTO: dpa
Menlo Park. Erstmals haben an einem einzigen Tag eine Milliarde Menschen Facebook genutzt. Der Meilenstein sei am vergangenen Montag erreicht worden, schreibt Gründer und Chef Mark Zuckerberg. In den Augen des Unternehmers ist das nur ein Zwischenschritt. 

Das weltgrößte Online-Netzwerk hat insgesamt rund 1,5 Milliarden aktive Mitglieder. Den Rekord teilte das Unternehmen auf seinen Seiten im Netz mit. 

Auf die Milliarden-Marke bei der täglichen Nutzung bewegte sich Facebook schon seit einiger Zeit zu. So gab es im Juni im Schnitt 968 Millionen Nutzer pro Tag, davon griffen 844 Millionen von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets auf den Dienst zu.

Facebook arbeitet daran, Milliarden neue Nutzer ins Netz zu bringen. Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung hätten noch keinen Zugang zum Internet, betont Zuckerberg häufig. Facebook will in Entwicklungsländern günstigen oder kostenlosen Zugang zu ausgewählten Online-Diensten organisieren, unter anderem über Drohnen mit Antennen.

Derweil ist Facebook in Deutschland (etwa 28 Millionen Nutzer) in die Kritik geraten. Im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Angriffen auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) das Online-Netzwerk aufgefordert, die Verbreitung von Hassbotschaften durch Nutzer zu stoppen.

Auf seine Einladung zum Gespräch reagierte das Unternehmen positiv. An einem Austausch mit Maas darüber, was Gesellschaft, Unternehmen und Politik gemeinsam gegen die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland tun könnten, sei Facebook sehr interessiert, teilte das Online-Netzwerk mit. Für den 12. September wurde ein Treffen vereinbart.

Facebook Deutschland hat nach einem Bericht des "Mannheimer Morgen" offen Fehler bei der Löschung von rassistischen Inhalten eingeräumt. "Es ist bedauerlich, dass gelegentlich Fehler gemacht werden. Wir wissen, dass dies frustrierend sein kann", sagte ein Sprecher der Zeitung (Freitag).

Er räumte ein, dass für das Löschen von rassistischen Inhalten nicht die deutschen Mitarbeiter zuständig seien, sondern Teams im Ausland. Diese suchten nicht gezielt nach Einträgen mit fremdenfeindlichem Inhalt.

(dpa)
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