Umstrittener Dienst startet erst später: Google lenkt im Streit um "Streetview" ein
zuletzt aktualisiert: 30.04.2010 - 16:53Berlin (RPO). Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums lenkt Google im Streit um seinen "Streetview"-Dienst ein. Die weltgrößte Internet-Suchmaschine habe in einem Gespräch mit Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) zugesagt, den neuen Dienst in Deutschland erst zu starten, wenn die Widersprüche von Bürgern vollständig berücksichtigt seien.
Google nimmt derzeit in weiten Teilen des Landes für das neue Angebot Straßenansichten mit Kameras auf. Das Material soll anschließend im Netz publiziert werden. Datenschützer laufen dagegen Sturm.
Bevor der Dienst im Internet freigeschaltet wird, müssen nach Ministeriums-Angaben die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten vollständig unkenntlich gemacht werden. Google-Manager hätten sich zudem bereit erklärt, auch Sammelwidersprüche zu akzeptieren.
Nach Ansicht von Aigner hätten Kommunen damit die Möglichkeit, Widerspruchslisten auszulegen, in die Eigentümer und Mieter ihre Adresse und Unterschrift eintragen könnten. Künftig könnten auch ganze Straßenzüge bei "Streetview" unkenntlich gemacht werden, wenn alle Eigentümer oder Bewohner dies wünschten.
"Jeder Bürger muss das Recht behalten, über die Verwendung seiner persönlichen Daten selbst zu entscheiden", erklärte Aigner. Wer nicht auf dem Präsentierteller der digitalen Welt landen wolle, könne jederzeit Widerspruch einlegen und seine Daten löschen lassen.
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