Gespeicherte Verbindungsdaten: Google verspricht besseren Datenschutz
zuletzt aktualisiert: 09.09.2008 - 12:16Brüssel (RPO). Immer wieder wird Google mangelnder Datenschutz vorgeworfen. Die Internet-Suchmaschine hat reagiert. Das US-Unternehmen will künftig bereits nach neun Monaten die persönlichen Verbindungsdaten anonymisieren, wie es am Dienstag auf seinem offiziellen Blog ankündigte.
Die Frist wird damit halbiert. Bisher speichert Google auf seinem Server 18 Monate lang die Suchanfragen jeder IP-Adresse. Die Adresse erlaubt es, jeden einzelnen Computer zu identifizieren. Google sprach von "einem weiteren Schritt zur Verbesserung der Privatsphäre unserer Nutzer".
Der US-Konzern reagiert damit auf die Kritik von Datenschützern vor allem in der Europäischen Union. Die europäischen Datenschützer fordern, die sensiblen Internet-Daten bereits nach sechs Monaten unkenntlich zu machen. Für Google sind die Suchdaten bares Geld wert: Sie geben Aufschluss über die Interessen und persönlichen Beziehungen der Internet-Nutzer.
Google-Werbekunden können damit gezielter ihre Anzeigen schalten. Wegen Datenschutzbedenken hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erst am Sonntag vor dem Gebrauch des neuen Google-Internetbrowsers "Chrome" gewarnt.
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