Visa und MasterCard betroffen: Hacker knacken Millionen Kreditkarten-Konten
zuletzt aktualisiert: 19.02.2003 - 11:01New York (rpo). Hacker haben in den USA zum Großangriff auch Kreditkarten-Konten geblasen. Dabei fielen ihnen die Daten von über acht Millionen Visa-, MasterCard-und American Express-Kunden in die Hände.
Der Skandal um geknackte Kreditkarten weitet sich in den USA aus. Nach jüngsten Angaben stahlen Hacker vermutlich die Daten von mehr als acht Millionen Kreditkarten. Zunächst war von fünf Millionen der Anbieter Visa und MasterCard die Rede gewesen. Wie der Nachrichtensender CNN am Dienstag berichtete, sind auch Kreditkarten von American Express betroffen.
Nach Angaben von CNN wurde damit jede 100. Visa und Masterkarte in den USA geknackt. Die unbekannten Hacker gelangten an die sensiblen Daten über ein Drittunternehmen, das in Nordamerika Kreditkartenabrechnungen bearbeitet, hieß es. Bislang gebe es keine Hinweise, dass den Besitzern der geknackten Kreditkarten ein Schaden entstanden sei.
Visa erklärte, den Hackern seien die Daten von 3,4 Millionen Kartenkonten in die Hände gefallen. Bei MasterCard sprach man von mehr als zwei Millionen Daten. In den USA zirkulieren nach Branchenschätzungen insgesamt 560 Millionen Kreditkarten von Visa und MasterCard. Allein mit den Kontendaten - Name des Besitzers und Kartennummer - könnten Unbefugte Zahlungen vornehmen, etwa zum Anmieten eines Autos oder zum Kauf eines Flugtickets.
"Visas Team zur Abwehr von Fälschungen hat unverzüglich alle Finanzinstitute unterrichtet, die unsere Kreditkarten herausgeben", teilte Visa mit. Außerdem arbeite man eng mit den Drittfirmen zusammen, die die Transaktionen verarbeiten, um sie vor künftigen Einbrüchen zu schützen. MasterCard erklärte, der Diebstahl von mehr als zwei Millionen Datensätzen sei in der ersten Februar-Woche aufgefallen. Den Namen des so genannten Prozessors, bei dem die Hacker eingebrochen sind, wollten beide Kreditkarten-Gesellschaften nicht nennen.
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