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Geheimnis angeblich gelüftet: Hacker verrät Harry-Potter-Ende

zuletzt aktualisiert: 22.06.2007 - 10:26

London (RPO). Ein Raunen geht durch die Welt der Harry-Potter-Fans, seit bekannt wurde, dass ein Hacker das Ende des siebten und letzten Harry-Potter-Bandes geknackt und verraten hat. Ob er sich nur wichtig machen will, es ihm wirklich gelang, sich Zutritt zum Bloomsbury-Verlag zu verschaffen, oder das Ganze gar ein geschickter PR-Schachzug ist, bleibt unklar.

Mittels eines Trojaners soll der Computerspezialist, der sich "Gabriel" nennt und angeblich in schlechtem Englisch schreibt, Informationen zum Band "Harry Potter and the Deathly Hallows", erhalten haben. Der Verlag selbst schweigt bislang, doch die Angaben des Hackers sind konkret. Er veröffentlichte die Daten im Internet auf der Mailingliste "Full Disclosure" und nannte das Lesen des Buches, das am 21. Juli erscheinen soll, "unnütz und langweilig".

Ist der Verräter ein genialer Mann oder aber nur ein Spielverderber? In der britischen Zeitung "Telegraph" berichtet er jedenfalls ausführlich von seinen Leistungen und rügt das fehlerhafte Sicherheitssystem des Verlages, das er mit einer profanen Virus-Mail habe knacken können.

Ist der Hacker ein religiöser Fanatiker?

Das Merkwürdigste an dem Hacker aber ist seine religiöse Motivation: Nicht nur, dass er sich selbst den Namen eines Erzengels gegeben hat, auch handelt er angeblich im Namen des Papstes, der Harry Potter als "Verführer der Jugend" bezeichnet hatte, der das Christentum "in seinem Innern zersetzen" könne.

So will "Gabriel" den Lesern die Vorfreude auf das letzte Werk der Reihe madig machen, was den Verlag zunächst kaum zu interessieren scheint. Bloße Reaktion einer amerikanischen Vertriebs-Sprecherin sei gewesen, die Internet-User vor allzu großem Vertrauen zu warnen.

Es wäre auch nicht das erste Mal, dass der Verlag sich angesichts des Riesen-Hypes um die Bücher mit Raubkopie-Drohungen und Ähnlichem herumschlagen muss.

Probleme für Bloomsbury?

Wie auch immer: Der "Verrat" kann dem Verlag Probleme bescheren. Doch angesichts der unglaublichen Begeisterung weltweit müssen sich die Herausgeber vermutlich ebenso wenig Sorgen mache wie Joanne K. Rowling als Erfolgsautorin: Schließlich liest man ein Buch nicht nur wegen seines Endes. Oder doch? 

Wer das tut, sollte sich an dieser Stelle verabschieden und die ganz und gar nicht langweiligen Wendungen des letzten Bandes nicht aufdecken. Hier verraten wir schonmal: Jede Menge Leichen und kuriose Wendungen in der Welt der Zauberschüler soll es laut "Gabriel" geben. Aber trifft es Harry selbst?

Wer als treuer Fan des bebrillten Wunderknaben nicht vorab erfahren will, was passiert (oder auch nicht), sollte deshalb eines auf keinen Fall tun: Die obere "Mehr zum Thema"-Box klicken!


 
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