Neue Schock-Kampagne: Hitler-Spot im Kampf gegen Aids
zuletzt aktualisiert: 06.09.2009 - 15:38Düsseldorf (RPO). Das öffentliche Interesse an Aids hat in den letzten Jahren abgenommen. Eine Kampagne mit Hitler, Stalin und Saddam Hussein soll die Menschen für das Thema sensibilisieren. Unter dem Titel "Aids ist ein Massenmörder" veröffentlicht der Verein Regenbogen e.V. durchaus grenzwertige Plakate und Videos.
Im Kampf gegen Aids greift der Verein Regenbogen e.V. einmal mehr zu drastischen Mitteln. Die Protagonisten der Kampagne "Aids ist ein Massenmörder" sind Hitler, Stalin und Saddam Hussein. Besonders grenzwertig ist das Video der Kampagne: Ein junges Pärchen wird beim leidenschaftlichen Liebesspiel gezeigt. Der Film zeigt die beiden stöhnend, Haut auf Haut – und plötzlich entpuppt sich der Mann als Hitler-Figur. Ein Double grinst in die Kamera.
Die Plakat-Kampagne zeigt neben Hitler auch die "größten Mörder der jüngsten Geschichte beim Sex". In verschiedenen Posen vergnügen sie sich jeweils mit einer jungen Frau. Die Szenen sind für den Betrachter schockierend, aber genau das möchte Regenbogen e.V. erreichen.
"Ungeschützten Verkehr stoppen"
"Die Kampagne soll aufrütteln, das Thema wieder in den Mittelpunkt stellen und den Trend zum ungeschützten Geschlechtsverkehr stoppen. Denn jeder kann sich infizieren", schreibt der Verein auf seiner Internetseite. Man wolle auf die ständig steigende Zahl der Opfer aufmerksam machen. So seien inzwischen weltweit 28 Millionen Menschen an Aids gestorben, zu denen täglich 5000 weitere Todesfälle hinzukämen.
Hitler-Spot kommt auch ins Fernsehen
Der Verein, der sich um die Betreuung und Begleitung von HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen bemüht, hatte bereits im Frühjahr 2008 und 2009 mit der Promi-Kampagne "Vergiss Aids nicht" auf die Verbreitung der Krankheit aufmerksam gemacht.
Mit der neuen Kampagne will Regenbogen e.V. die Menschen in Deutschland erneut wachrütteln. Ab kommender Woche soll der Hitler-Spot auch im Fernsehen ausgestrahlt werden. Er wird sicherlich für neue Diskussion sorgen, wie weit man mit einer Schock-Kampagne gehen darf – auch wenn die skandalösen Bilder einen positiven Effekt erzeugen sollen.
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