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Die Folgen der Kapitalverkehrskontrollen
Griechen können auch Paypal und Co. nicht nutzen

Griechische Rentner strömen zu den Banken
Griechische Rentner strömen zu den Banken FOTO: afp, am/JK
Athen. Seit mehr als einer Woche gelten die Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland. Das trifft die Menschen auch bei Bezahlungen im Internet. Viele Griechen können Dienste wie Paypal oder iTunes nicht mehr nutzen. 

Aus Angst davor, dass die Griechen massenhaft ihr Geld von den Konten abräumen, hatte die griechische Regierung am Montag vergangener Woche Kapitalverkehrskontrollen eingeführt und die Banken geschlossen. Seitdem können die Griechen pro Tag maximal 60 Euro am Automaten abheben, Rentner müssen mit 120 Euro auskommen. Überweisungen ins Ausland sind verboten, und das hat auch Auswirkungen auf Dienste im Internet.

Denn viele Griechen können nun Dienste wie PayPal, iTunes oder auch Amazon nicht nutzen, da sich diese Unternehmen bekanntlich im Ausland befinden. Selbst wenn es die Unternehmen wollen: Überweisungen dorthin sind auch bei den allerkleinsten Beträgen nicht erlaubt, wie so mancher Grieche auch bei Twitter anmerkt.

 

PayPal bestätigte dies Anfang Juli der Webseite Quartz. Demnach seien Zahlungen im Inland durchaus noch möglich, doch grenzüberschreitende Transaktionen eben nicht. Auch dem Blog Tamebay bestätigte das Unternehmen, dass man die Situation in Griechenland und den Stand der Verhandlungen sorgfältig beobachte. Aufgrund der Kapitalverkehrskontrollen sei es zur Zeit nicht möglich, Paypal von einem griechischen Bankkonto oder mit einer griechischen Karte zu nutzen, wenn es um Auslandsüberweisungen geht. 

Überweisungen ins Ausland sind durch die Kapitalsverkehrskontrollen nur nach einer Genehmigung der Zentralbank möglich. Diese Kontrollen sollten eigentlich am Montagabend auslaufen. Am Montag aber wurde bekannt, dass die Banken bis Mittwochabend geschlossen bleiben.

Weitere Informationen zu Griechenland in unserem Dossier.

(das)
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