Computer-Kriminalität: Kriminalbeamte fordern "110-Notruf" im Internet
zuletzt aktualisiert: 20.08.2009 - 08:12Berlin (RPO). Wegen zunehmender Computer-Kriminalität fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) einen "110-Notruf" für das Internet. So könnten Nutzer schnell reagieren, wenn sie etwas Verdächtiges bemerken.
Der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen sagte der "Bild"-Zeitung, dies sei technisch "überhaupt kein Problem". Es gebe bereits derartige Module. "Internet-Nutzer klicken bei Verdacht auf eine strafbare Handlung auf die '110'in der Symbolleiste - z.B. wenn Jugendliche beim Chatten das Gefühl haben, dass sich irgendwo ein Amoklauf anbahnen könnte. Auch Spuren von Pädophilen oder Kreditkartenbetrügern könnten so gesichert werden", sagte Jansen.
Dazu müsste laut BDK ein "virtuelles Polizeipräsidium" eingerichtet werden, das rund um die Uhr mit Beamten aus allen Bundesländern besetzt wäre. Jansen: "Beim Anklicken des Notrufes können die Cybercops sofort die aktuellen Verbindungsdaten abspeichern. Bei täglich 42 Millionen Deutschen im Internet muss die Polizei in Echtzeit erreichbar sein."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




