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Streamingdienst stellt Programm vor
Netflix - zweite Staffel "Marco Polo" kommt

Netflix 2016 neue Serien - 2. Staffel von "Marco Polo" kommt
FOTO: dpa, ve tba fpt
Paris/Düsseldorf. "Marco Polo", "House of Cards", "Orange ist the new Black", die erste deutsche Serie "Dark" oder auch "Marseilles" mit Gerard Depardieu: Netflix hat zur Neuheiten-Show nach Paris geladen. Was die Zuschauer 2016 erwarten dürfen, fassen wir hier zusammen. Von Christoph Schroeter

  • Quasi als einen Gegenpart zu "Game of Thrones" hatte Netflix die aufwändig produzierte erste Staffel von "Marco Polo" platziert. Der Erfolg war offenbar so groß, dass sich die Zuschauer auf die zweite Staffel freuen dürfen. Am 1. Juli geht's los.
  • Auch Fans der Knastserie "Orange ist the new Black" dürfen sich auf weiteres Futter freuen, Staffel vier steht in den Startlöchern. Hauptdarstellerin Kate Mulgrew und die ab Staffel vier neu hinzukommende Lea Delaria versprechen, dass es in den neuen Folgen deutlich düsterer zugehen soll. Start in den USA ist der 17. Juni.
  • Die fünfte Staffel des Netflix-Hits "House of Cards" wird derzeit geplant, so Hauptdarsteller Kevin Spacey, die Dreharbeiten sollen bald beginnen.
  • Bereits seit dem 1. April bei Netflix zu sehen ist die Sitcom "The Ranch". In der Serie geht es um zwei Brüder, die gemeinsam eine Ranch bewirtschaften. Gespielt werden sie von Ashton Kutcher und Danny Masterson. Die ersten zehn Folgen sind online abrufbar, weitere zehn sollen im Laufe des Jahres folgen. Die Kritiken fallen eher bescheiden aus. Bei Rotten Tomatoes reichte es gerade einmal für 54 Prozent positive Kritikerbewertungen.
  • Bereits seit dem 18. März steht die zweite Staffel von "Marvel's Daredevil" im Serienregal von Netflix. Nachdem die erste Staffel bei Rotten Tomatoes auf sagenhafte 98 Prozent Kritikerlob kam, schafte die zweite immerhin noch gute 72 Prozent. "Marvel's Daredevil" gehört zusammen mit "Jessica Jones" (seit 2015 bei Netflix) zu insgesamt vier Serien, die im "Marvel Cinematic Universe" spielen und schlussendlich in einer gemeinsamen Crossover-Serie enden sollen. Diese wird den Titel "Marvel's The Defenders" tragen.

  • Fans der Serie "Sense8" der Wachowski-Geschwister dürfen wohl auch auf 2016 hoffen. Die zweite Staffel befindet sich in der Produktion. Da sie an Original-Schauplätzen rund um den Globus gedreht wird (nach acht Städten in Staffel 1 wird nun sogar von 16 Städten gemunkelt), könnte es aber noch etwas dauern. Staffel zwei über die mental und emotional verbundenen, über die Welt verteilten Menschen, dürfte frühestens im Spätsommer oder im frühen Herbst online gehen.
  • "Marseille" mit Gerard Depardieu wird weltweit am 5. Mai starten. Depardieu spielt hier den Bürgermeister der französischen Metropole, der seit 20 Jahren an der Macht ist. In den bevorstehenden Kommunalwahlen muss er sich gegen einen aufstrebenden Vertrauten durchsetzen. Den wollte er eigentlich später als seinen Nachfolger präsentieren. Ob "Marseille" eine Art europäisches "House of Cards" wird? Man darf gespannt sein.

  • Eine weitere europäische Serie ist "The Crown". Die angeblich teuerste Drama-Serie, die Netflix bisher produziert hat, startet am 4. November weltweit. Sie beleuchtet die Geschichte des britischen Königshauses, beginnend mit der Hochzeit von Königin Elizabeth im Jahr 1947 bis heute. 60 Folgen sind angeblich insgesamt geplant.

  • Zu der ersten deutschen Netflix-Serie "Dark" gibt es noch keine konkreten Aussagen. Nur, dass sie "erkennbar deutsch" werden soll.

Streaming bei den Deutschen beliebt

Nur etwa jeder zehnte Teilnehmer einer Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen würde seinen Zugang zu Kabel- oder Satelliten-TV zugunsten des Streamings abschaffen. Damit sind die Deutschen dem klassischen Fernsehen verhältnismäßig treu. Im europäischen Durchschnitt plant fast jeder Fünfte (17 Prozent) die Kündigung seines TV-Anschlusses.

Insgesamt nutzt bereits mehr als jeder Dritte (36 Prozent) Video-on-Demand-Dienste wie Netflix, Watchever oder Maxdome. Beliebtestes Abspielgerät ist dabei der Computer. Rund 68 Prozent der Deutschen nutzen ihren Rechner, um Filme und Serien zu streamen.

Aber auch das Smart-TV ist beliebt. Rund jeder Zweite (46 Prozent) nutzt den vernetzten Fernseher. Die Deutschen sind damit vergleichsweise gut versorgt mit smarten TV-Geräten. Im europäischen Durchschnitt werden die vernetzten Fernseher erst von 37 Prozent der Befragten für Streaming eingesetzt. Auf Platz 3 der Abspielgeräte für Video-on-Demand landet der Tabletcomputer mit 41 Prozent.

Drei Viertel (73 Prozent) der deutschen Befragten geben an, Streaming- und On-Demand-Dienste aus Gründen der zeitlichen Flexibilität zu nutzen. Sechs von zehn (60 Prozent) wollen nicht eine Woche auf die nächste Folge einer Serie warten, sondern schauen gleich mehrere Folgen. Vom 10. August bis 4. September 2015 wurden rund 30.000 Personen weltweit befragt.

(csr/mit Agenturmaterial)
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