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Verletzung der Privatsphäre: NRW droht mit Verbot von Google Street View

zuletzt aktualisiert: 01.10.2009 - 21:03

Düsseldorf (RP). NRW-Medienminister Andreas Krautscheid (CDU) hat bei einem Besuch des Internetdienstleisters Google in Silicon Valley (USA) Bedenken der Landesregierung gegen das Programm Street View geäußert. Google müsse sicherstellen, dass Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich gemacht werden.

Google Street View zeigt Großstädte aus der Sicht eines Stadtbewohner. Gezeigt werden Standbilder ­ aus dem Moment, in dem ein Aufnahmewagen durch die Straßen gefahren ist.

Der rechtspolitische Sprecher der FDP im Düsseldorfer Landtag, Robert Orth, sagte unserer Redaktion, NRW werde ein Verbot von Street View über den Bundesrat anregen, falls Google sich nicht an seine Zusage halte, Personen und Schriften unkenntlich zu machen. Der Liberale verwies auf schlechte Erfahrungen mit Google in Frankreich und Großbritannien.

Dort seien Menschen und Kennzeichen zum Teil klar zu erkennen. Die Bilder seien so scharf, dass klar zu sehen sei, welche Blumen auf dem Wohnzimmertisch der fotografierten Häuser stünden. Dies sei eine Verletzung der Privatsphäre. Derzeit wird der Einsatz von Street View in Deutschland vorbereitet. Durch NRW fahren Fahrzeuge mit einer 360-Grad-Kamera, die mit elf Linsen alle zwei Sekunden ein Bild macht. Im Oktober sollen die Wagen unter anderem durch Grevenbroich, Mönchengladbach, Remscheid, Krefeld und Solingen rollen.

Die FDP-Fraktion im Landtag rät Bürgern, die nicht wollen, dass ihr Haus gefilmt wird, Widerspruch einzulegen. Google sei dann verpflichtet, die Objekte zu löschen. Krautscheid sagte, er habe den Eindruck, dass Google die Kritik ernst nehme.

Quelle: awei

 
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