Profilerstellung in der Kritik: Oberster Datenschützer will Facebook und Google zügeln
zuletzt aktualisiert: 01.10.2011 - 08:44Stuttgart/Berlin (RPO). Die Internetkonzerne Google und Facebook sollen stärker kontrolliert werden. Das forder der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar. Die Firmen müssten die Daten deutscher Nutzer besser schützen. "Unternehmen, die in Deutschland Geschäfte machen, müssen sich auch an deutsches Recht halten", sagte Schaar in einem Interview.
Schaar forderte gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" insbesondere ein Verbot, Persönlichkeitsprofile ohne die Einwilligung der Betroffenen zu erstellen. Dabei werden Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt, um die Interessen einer Person zu katalogisieren.
Die Profile werden unter anderem vom sozialen Netzwerk Facebook und dem Suchmaschinenbetreiber Google zu Werbezwecken benutzt oder vermarktet. Schaar warf der Bundesregierung vor, zu wenig für den Datenschutz in Deutschland zu tun. Sie beuge sich dem Druck der Wirtschaftslobbyisten, statt Fehlverhalten zu sanktionieren.
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