Jeder neue Spieler landet zuerst auf "Orientation Island". Hier lernt der Avatar alles wichtige - zum Beispiel, wie man sein Erscheinungsbild verändert. Jetzt muss ich eigentlich nur noch durch das Tor gehen...
Doch auf dem Weg zum Toreingang verirre ich mich und lande bei einem schnaubenden Drachen. Glücklicherweise ist er ungefährlich und frisst meinen unerfahrenen Avatar nicht gleich auf.
Entschuldigung, habe mich ja noch gar nicht vorgestellt: Ich bin Lorelai Carfagno. Und gerade habe ich auch verstanden, wie ich mich von vorne fotografieren kann.
Hoppla, was macht der Typ denn da? Soll das ein ungewollter Annäherungsversuch sein? Er stochert mit der Hand etwas unkoordiniert in meinem Dekolletee herum.
Der Typ hat seine Hand endlich weggezogen, jetzt kann das Umstylen beginnen. Ich bin neugierig, was so alles möglich ist.
Ups, ich dachte, ich ziehe nur die Mütze ab. Aber jetzt stehe ich auch ohne Haare da. Dabei bin ich doch eigentlich auf der Suche nach der perfekten Körperform.
Und welche Beine sollen es sein? Muskulöse? Fette? X-Beine? O-Beine? Lieber ganz normal.
Dann ist das Gesicht dran. Jede Kleinigkeit kann verändert werden. Wenn ich will, kann sogar meine Nase ganz schief sitzen.
Die Ohrenform lässt auch Fabelwesen-Lauscher zu.
Außerdem muss dringend andere Kleidung her. Das Top war mir doch zu sexy. Lieber ein normales T-Shirt.
Bei den Haaren gibt es keine Grenzen. Wie wär's also mit Grün?
Ich entscheide mich für Braun. Über die Länge der Mähne muss ich aber noch nachdenken.
Und jetzt die Augenfarbe. Ob Lila nicht doch etwas zu auffällig ist?
Dann doch lieber ganz normal braun, passend zu den Haaren.
Noch eine schwierige Frage: Wie sollen meine Augenbrauen aussehen?
Falls es kalt wird, bastele ich noch schnell eine Jacke und Handschuhe. Sieht etwas unprofessionell aus, aber ich bin ja noch Anfängerin...
Fertig! So bin ich mit meinen Aussehen zufrieden.
Ein Schnappschuss fürs Avatar-Familienfoto.
Die nächste Station: Move. Hier lernt der Anfänger, den Avatar zu bewegen.
Laufen kann ich bereits, deswegen ist die nächste Aufgabe: Auto fahren. Als ich losfahren will, steigt mir dieser Typ aufs Dach. Passiert ihm etwas, wenn ich einfach Gas gebe?
Hier soll ich fliegen lernen.
Ich bewege mich noch etwas grobmotorisch. Ob ich den Pfeilen wirklich folgen kann?
Vor der Flugschule übe ich eifrig weiter.
So sieht also die Insel von ganz oben aus. Was hinter dem Horizont wohl auf mich wartet?
Die nächste Station: Search. Hier lernt der Einsteiger, sich in Second Life zurecht zu finden.
Als erstes stoße ich auf eine riesige Karte - und das ist nur ein kleiner Teil von Second Life.
Der unkonventionell gekleidet Herr vor mir informiert sich gerade darüber, wie man Land kaufen kann.
Und wenn ich noch mehr lernen will, geht das in "Tutorials", die überall in Second Life angeboten werden.
Die letzte Station auf der Insel: Communicate. Wie man sich unterhält, habe ich natürlich schon längst herausgefunden. Dieser Franzose ist mein erstes Chat-Opfer.
Um diese Station erfolgreich zu absolvieren, muss ich mit Gottheiten reden.
Diese Gottheit verlangt seltsame Dinge - ich soll für sie den "Hula" tanzen.
Brav krame ich in meinem Ordner unter Gesten den "Hula" hervor und tanze ausgiebig. Man beachte den Hüftschwung.
Schließlich muss ich nur noch den Vulkan überqueren, wo ich zufällig den netten Franzosen wiedertreffe...
...und wir quatschen uns fest.
Juchhu! Ich bin fertig mit allem. Das tolle zweite Leben kann kommen...
Doch statt im prallen Second Life lande ich auf noch einer Insel: "Help Island". Da hat wohl jemand entschieden, dass ich noch nicht reif bin und Nachhilfe kriegen muss. Schade.