Facebook-Klage gegen StudiVZ: StudiVZ wehrt sich gegen Vorwürfe
VON FRANZISKA BLUHM - zuletzt aktualisiert: 20.07.2008 - 15:55Berlin (RPO). Die amerikanische Social-Networking-Plattform Facebook hat Klage gegen den deutschsprachigen Konkurrenten StudiVZ eingereicht. In dem 116-starken Papier wirft Facebook StudiVZ vor, erhebliche Features geklaut zu haben und ohne Erlaubnis von Facebook auf Computersysteme und -netzwerke zugegriffen, um unrechtmäßig an Daten zu gelangen. Jetzt wehrt sich StudiVZ.
In einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung heißt es, dass die erhobenen Vorwürfe haltlos seien. "Nachdem es Facebook trotz aufwändiger Bemühungen bisher nicht gelungen ist, in Deutschland Fuß zu fassen, versucht man jetzt offenkundig, den Erfolg von studiVZ gerichtlich zu behindern", so StudiVZ-Chef Marcus Riecke.
Laut "Financial Times" seit ein großer Teil des Erfolges von StudiVZ dem Kopieren und dem Missbrauch von Facebooks geistigen Eigentums geschuldet. Der deutsche Konkurrent habe nicht nur das Design, sondern auch komplette Features wie die so genannte Pinnwand geklaut.
Die US-Webseite Facebook wurde 2004 von dem Harvard-Studenten Mark Zuckerberg gegründet und richtete sich ursprünglich an die dortigen Studierenden. Im Frühjahr 2008 brachte Facebook eine deutschsprachige Version heraus. Der Einstieg in Deutschland fällt dem Unternehmen bisher schwer - eine Million Nutzer kommen bislang aus dem deutschsprachigen Raum. Weltweit nutzen rund 80 Millionen User die Webseite mindestens einmal im Monat. Der Wert des Unternehmens wird auf 15 Milliarden US-Dollar geschätzt.
StudiVZ startete im Oktober 2005. Mittlerweile hat die deutschsprachige Webseite nach eigenen Angaben rund zehn Millionen Nutzer. Seit Januar 2007 gehört StudiVZ zum Holtzbrinck-Konzern. Mittlerweile gibt es neben StudiVZ auch SchuelerVZ und MeinVZ.
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