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User sollen gläsern werden: StudiVZ will Nutzerdaten verkaufen

zuletzt aktualisiert: 14.12.2007 - 08:53

Düsseldorf (RPO). Jeder Internet-Nutzer hasst sie - Werbemails. Die Nutzer des Plattform StudiVZ werden im neuen Jahr voraussichtlich mit Werbemails bombardiert. Denn das Unternehmen ändert zum Januar die Geschäftsbedingungen und verkauft die Nutzerdaten an interessierte Unternehmen.

Das berichtet der Online-Dienst Welt.de. Demnach können Unternehmen die Informationen wie Handynummer, Mailadressen, Hobbys oder Lieblingsbücher dazu nutzen, dem User ein auf ihn persönlich abgestimmtes Werbeangebot zu unterbreiten.

Dadurch eröffnen sich dem Portal neue Einnahmequellen. "Wir wollen mit der Änderung der Geschäftsbedingungen einfacher auf die Daten der User zugreifen. So können wir besser personenbezogene Werbung verschicken", sagte StudiVZ-Geschäftsführer Marcus Rieke gegenüber Welt.de.

Die Neuerung heißt im Klartext: Die User erhalten nun Werbung, die auf sie zugeschntten ist. Junge Männer erhalten Werbung für Sportartikel, Frauen hingegen für Kosmetik-Artikel. Je nach Geschmack und Vorliebe, ganz so wie es das Profil des jeweiligen Users aussagt. "Business as usual", nennt Rieke die Vorgehensweise.

Der Kauf des Online-Portals rentiert sich also mehr und mehr für den Holtzbrinck-Verlag. Anfang 2007 soll der Stuttgarter Konzern StudiVZ für 100 Millionen Euro gekauft haben. Die Weitergabe der Nutzerdaten spülen möglicherweise ein Vielfaches dieser Summe in die Kasse.

Datenschützer aber halten nichts von dem Weiterverkauf der Daten. "Wir haben immer davor gewarnt, sein Privatleben in den Internetportalen zu sehr zu präsentieren. Man sieht, wohin das führt, wenn jetzt StudiVZ ganz offiziell nach den Daten der Nutzer greift und sie womöglich kommerziell verwertet", erklärt Dietmar Müller, Bundesbeauftragter für Datenschutz.


 
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