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Kurznachrichtendienst
Twitter wird häufiger zum Löschen von Inhalten aufgefordert

Kurznachrichtendienst: Twitter wird häufiger zum Löschen von Inhalten aufgefordert
FOTO: afp, LEON NEAL
San Francisco . Den Kurznachrichtendienst Twitter erreichen immer mehr behördliche Aufforderungen zum Löschen von Inhalten. Anfragen aus der Türkei und Russland liegen klar an der Spitze. Tatsächlich entfernt werden aber nur wenige Inhalte.

Im ersten Halbjahr 2016 seien 4434 solcher Aufforderungen von Regierungs- oder Polizeistellen eingegangen - 13 Prozent mehr als im Vorhalbjahr, teilte das Unternehmen in seinem Transparenzbericht mit. Die weitaus meisten dieser Interventionen stammten mit 2493 aus der Türkei und mit 1601 aus Russland.

Diese Aufforderungen zum Löschen von Inhalten hätten sich auf insgesamt 20.594 Twitter-Konten bezogen; in 15.195 Fällen sei der Konzern den Aufforderungen nicht nachgekommen. Diese Aufforderungen wurden nach Firmenangaben typischerweise damit begründet, dass Inhalte gegen gesetzliche Bestimmungen in den betreffenden Ländern verstießen.

Aus den USA kamen demnach nur 98 Löschaufforderungen, von denen nur eine einzige umgesetzt worden sei. Allerdings lagen die USA bei Anfragen über Detailinformationen zu Twitter-Konten an der Spitze.

Das Land habe Twitter im ersten Halbjahr um nähere Informationen zu 2520 Konten gebeten und diese in 82 Prozent der Fälle auch erhalten, teilte Twitter mit. Die meisten US-Anfragen seien von der Bundespolizei FBI, den US-Geheimdiensten und der Staatsanwaltschaft New York gekommen.

(crwo/AFP)
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