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Wie man sich gegen Spam wehren kann: Vorsicht beim Umgang mit der eigenen Mail-Adresse

zuletzt aktualisiert: 29.09.2004 - 16:59

Köln (rpo). Weder Gesetze noch ausgefeilte Techniken haben die Flut von Spam-Mails auch nur ansatzweise eindämmen können. Da bleibt dem geplagten E-Mail-Nutzer nichts anderes übrig als selbst darauf zu achten, dass seine Adresse nicht in falsche Hände gerät.

Tipps zur Abwehr gibt es beispielsweise beim Verband der Deutschen Internetwirtschaft (eco) in Köln.

Ein wichtiger Rat ist, die eigene Mail-Adresse nicht leichtfertig in der ganzen Welt zu verbreiten. Spammer haben spezielle Programme im Einsatz, die üblicherweise über Nacht Webseiten und Newsgroups nach Adressen abernten.

Viele User sind deshalb schon dazu übergangenen, ihre Adressen nur noch so anzugeben, dass sie nicht mehr automatisch als solche erkannt werden. So kann man etwa den "Klammeraffen" in der Mailadresse durch ein (at) ersetzen.

Für bestimmte Zwecke wie die Teilnahme an Gewinnspielen im Internet oder die Anmeldung bei Newsgroups kann es sinnvoll sein, sich eine temporäre Mailadresse zuzulegen, die nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wird. Damit läuft der Spam, der nach einiger Nutzungszeit im Postfach einzulaufen beginnt, schnell wieder ins Leere.

Nie sollte ein geplagter E-Mail-Nutzer auf die wohlklingende Aufforderung in manchen Spam-Mails eingehen, durch Antwort an eine bestimmte Adresse solche Mails für die Zukunft abzubestellen. Das bestätigt nach Angaben von Fachleuten dem Spammer nur, dass er eine gültige Adresse erwischt hat, und macht diese erst richtig wertvoll.

Durchaus hilfreich ist der Einsatz eigener Filterprogramme. In viele Mailprogramme sind bereits mehr oder minder komfortable und wirkungsvolle Spam-Filter eingebaut, die vom Nutzer nur noch für die eigenen Zwecke passend konfiguriert werden müssen. Auch sind für alle Betriebssysteme kleine Hilfsprogramme erhältlich, die Spam aus der Mailbox aussortieren können.

Helfen gegen unerwünschte Werbung kann unter Umständen auch ein Eintrag in die so genannte Robinson-Liste der Werbewirtschaft. Fachleute sehen das laut eco teilweise aber auch skeptisch, weil der Nutzer damit seine private E-Mail-Adresse preisgebe und wirklich hartnäckige Spammer sich von gut gemeinten Listen wahrscheinlich nicht abhalten ließen.

Hat der Nutzer sich genügend über Spam geärgert, könnte er allerdings auch versucht sein, den wirklichen Absender herauszufinden, um gegen ihn rechtliches Geschütz aufzufahren. Das erfordert mitunter etwas Spürsinn. Aber viele Internet-Service-Provider reagieren durchaus sauer auf Spammer, die ihre Mail-Server missbrauchen. Wie man den Absender einer Mail zurück verfolgt, findet man im Internet sowie beim eco-Verband.

Quelle: ap

 
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