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re:publica 2014
Was Sie am Dienstag auf der re:publica sehen sollten

Into the Wild:
Into the Wild: FOTO: dpa, cdt cul
Berlin. Die einen sprechen von einer Vollversammlung des Internets, für die anderen ist es wie eine Klassenfahrt: Von Dienstag bis Donnerstag findet zum achten Mal die Netz-Konferenz re:publica statt. Was als Blogger-Treffen begann, lockt nun 5.000 Gäste nach Berlin. Das Programm ist mit rund 500 Vortragenden extrem gefüllt. Nicht nur Neulinge sind da überfordert. Wir geben Ihnen unsere Programm-Empfehlungen!

Das komplette Tagesprogramm der re:publica 2014 gibt es als kompakte PDF-Datei. Wer keine Zeit gehabt hat, sich durch das Programm zu arbeiten, wird bei unseren fünf Tipps fündig.

Doch vorweg sollten wir kurz über David Hasselhoff reden: Es stimmt. Um 16:15 Uhr wird er tatsächlich auf der re:publica auftreten. "Looking for Freedom" heißt sein Gespräch mit einem finnischen Sicherheitsexperten. Bei wem Hasselhoffs Auftritt an der Berliner Mauer auch nach 25 Jahren noch Befremden auslöst, sollte zu diesem Zeitpunkt lieber Stage 1 meiden.

1.) WikiLeaks, Manning and Snowden: From USA to USB
Alexa O'Brien, bekannt durch ihre Berichterstattung rund um Whistleblowerin Chelsea Manning, interviewt Sarah Harriosn. Die WikiLeaks-Journalistin Harrison hat Edward Snowden auf seiner Flucht aus Hong Kong begleitet und blieb für Monate bei ihm in Russland. Die Anwälte der Britin raten ihr wegen der strikten Anti-Terror-Gesetze ab, in ihr eigenes Land zurückzukehren. Wie sich ihr Leben in der Post-Snowden-Welt verändert hat, berichtet sie um 13:45-14:45 Uhr auf Stage 1.
 

2.) Geschichte twittern: Wie, was, wann?
Geschichte und Twitter, passt das zusammen? Das haben die Macher vom @9Nov38 bewiesen. Zwar ist die Nacherzählung von historischen Ereignissen auf Twitter keine Neuheit, aber die Macher berichten, was sich aus ihrer Aktion im vergangenen Herbst ergeben hat und wieso dies für sie ein großer Schritt in Richtung "Public History" ist. 15:00-15:30 Uhr auf Stage 3.

3.) Sketchnotes für Einsteiger
Auf der re:publica geht es nicht nur um Politik & Gesellschaft, sondern auch um die praktischen Dinge des Alltags: In diesem Workshop wird gezeigt, wie mit Zeichnungen Inhalte von Vorträgen besser gemerkt werden können. Die etwas andere Art des Notizmachens, auch für Nicht-Künstler, gibt es um 12:30-13:30 Uhr auf Stage 6.

4.) LobbyCloud
Im vergangenen Jahr hat das Projekt LobbyPlag für viel Aufmerksamkeit gesorgt: Die Plattform zeigt, wie Lobbyisten Einfluss auf die EU-Gesetzgebung nehmen. Jetzt versprechen die Macher ein neues Transparenzprojekt mit dem Namen LobbyCloud, welches 17:30-18:00 Uhr auf Stage 5 vorgestellt wird. (Keine Lust auf Politik? re:publica-Gründer Johnny Haeussler wird um 16:15 Uhr auf Stage 2 erklären, wie er die deutsche Blog-Landschaft im Jahr 2014 erlebet.)

5.) Die Rede zur Lage der Nation
Zwar tritt Sascha Lobo nicht mehr als Internet-Erklärer in jeder Talkshow auf, aber einige leiden immer noch an seiner Überpräsenz. Seine jährliche re:publica-Rede sollten Sie dennoch nicht verpassen. Wer 60 Minuten Lobo in diesem Vortrag gehört hat, erfährt mehr über das Netz, als dies ein kompletter Studiengang vermitteln kann. Im vergangenen Jahr appellierte Lobo an seine Zuhörer weniger im eigenen Dunstkreis zu reden, sondern mehr zu machen. Nicht nur einmal warf er der "Netzgemeinde" vor, sich zu wenig der Offline-Welt zu öffnen. In welche Wunde Lobo seinen Finger in diesem Jahr legt, erfahren wir um 17:30-18:30 Uhr auf Stage 1.

Twitter — hier sehen Sie aktuelle Tweets rund um die re:publica:

An dieser Stelle sei auch noch ein Hinweis in eigener Sache erlaubt: Um 20 Uhr moderiere ich mit das Digitale Quartett auf Stage 2.

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