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Webvideopreis 2016 in Düsseldorf
"Liebe Eltern, schaut euch an, was eure Kids im Internet gucken"

Webvideopreis 2016: Hündgen träumt von "Wetten, dass..?"-Effekt
"Unser Ziel ist es, das Phänomen des Lagerfeuers wieder nach Hause zu bringen", sagt Organisator Markus Hündgen. FOTO: Hündgen
Düsseldorf. Bei der Webvideopreis-Gala im Düsseldorfer Castello wollen die Organisatoren zwei Welten zusammenbringen: Die Stars von Youtube, Twitch und anderen Plattformen mit ihren Fans – und die Elterngeneration. Von Henning Bulka

Er erwarte "ein sehr gemischtes Publikum" auf dem Roten Teppich, kündigte Organisator Markus Hündgen in der "Sendung mit dem Internet" beim Düsseldorfer Lokalradio Antenne Düsseldorf an.

Nicht nur das "Who is Who der Webvideobranche" werde am Samstag (4. Juni) kommen, sondern auch klassischere Stars, darunter auch "ein Fußballspieler". Der Preis sei mittlerweile auch für die Bundesliga von Interesse. Ebenso hätten sich Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (beide SPD) angekündigt.

"Unser Ziel ist es, das Phänomen des Lagerfeuers wieder nach Hause zu bringen", sagte Hündgen und spielte damit auf große Samstagabend-Sendungen wie "Wetten, dass..?" an. Für sie versammelte sich in deutschen Wohnzimmern die ganze Familie um den Fernseher. Diesen Effekt wolle man mit dem Webvideopreis aber "nicht auf dem Fernseher" erreichen, sondern ihn stattdessen "ins Internet" holen.

"Liebe Eltern, schaut euch an, was eure Kids da den ganzen Tag gucken", forderte Hündgen. Es gehe darum, dass auch Eltern begreifen sollten, wen ihre Kinder als echte Stars begreifen. Schon die Nominiertenliste gibt einen Hinweis darauf, dass die Webvideoszene größer wird. TV-Moderator und Comedian Jan Böhmermann ist gleich zwei Mal nominiert, der Rapper Alligatoah ("Willst Du") – Inhaber zweier Goldener Schallplatten – hat ebenfalls die Chance, ausgezeichnet zu werden.

Überblick: Das sind die Nominierten für den Webvideopreis

Die Webvideoszene werde älter und auch erwachsener, erklärte Hündgen. Außerdem gehe es längst nicht mehr nur um YouTube, sondern Video werde auch für soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter immer wichtiger.

Hier ein Blick ins Düsseldorfer Castello, wo die Vorbereitungen auf die Gala laufen:

"Jeder wird unter den Nominierten Sachen entdecken, von denen er sagt: Ich hätte nie gedacht, dass das überhaupt möglich ist", war Hündgen überzeugt und warb dafür, dass auch alle Skeptiker einen Blick auf die Nominierten werfen. Der Webvideopreis stehe für frische Inhalte und wolle auch jene Dinge bekannter machen, die noch nicht groß sind, die es aber verdient hätten, sagte Hündgen. Das Internet habe jedem die Möglichkeit gegeben, solche Inhalte selbst kostengünstig zu produzieren. "Das ist für uns eine Revolution."

Hier geht es zum ganzen Interview mit Markus Hündgen zum Nachhören. Hündgen ist Geschäftsführer der European Web Video Academy und damit Organisator des Webvideopreises. Die Gala am Samstag wird live ins Internet übertragen, unter anderem auf YouTube, Facebook und der Gaming-Plattform Twitch. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit 2000 Gästen. Moderiert wird die Preisverleihung von den Machern des Internet-Fernsehsenders Rocket Beans TV.

RP ONLINE wird am Samstag, 4. Juni, live vom Webvideopreis in Düsseldorf und vom Roten Teppich berichten. Hier geht es zu den Nominierten für den Webvideopreis 2016. Das Zuschauer-Voting ist mittlerweile beendet. Mehr zum Webvideopreis lesen Sie hier.

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