Drei Milliarden Nutzer betroffen

Hackerangriff auf Yahoo war viel größer als gedacht

Das Yahoo-Logo auf einem PC-Bildschirm. (Archivfoto) FOTO: dpa, rt ks lof

Reuters. Vom massiven Hacker-Angriff auf Yahoo im Jahr 2013 waren alle drei Milliarden Nutzerkonten betroffen. Bisher war von einer Milliarde Accounts die Rede gewesen – und schon damit war es der Daten-Diebstahl mit dem größten Ausmaß.

Der massive Hackerangriff auf Yahoo im Jahr 2013 war noch viel größer als bislang gedacht: Eine umfassende Untersuchung habe ergeben, dass alle drei Milliarden Nutzerkonten von dem Datendiebstahl betroffen gewesen seien, teilte das Unternehmen mit. Im Dezember vergangenen Jahres hatte Yahoo die Zahl noch mit mehr als einer Milliarde angegeben. Die Firma gehört mittlerweile zum US-Mobilfunkkonzern Verizon.

Man habe kürzlich neue Informationen erhalten, die auf mehr Betroffene schließen ließen, teilte Verizon weiter mit. Unter den gestohlenen Daten seien keine Passwörter im Klartext sowie keine Kreditkarten- oder Kontoinformationen, bekräftigte Verizon. Nach bisherigen Informationen waren darunter aber unter anderem E-Mail-Adressen.

Yahoo hatte im vergangenen Jahr erst einen Hackerangriff im Jahr 2014 eingeräumt, von dem 500 Millionen Nutzerkonten betroffen waren. Kurz darauf wurde die vorherige, größere Attacke von 2013 bekannt. Die Enthüllungen führten dazu, dass der Kaufpreis für Yahoo um 350 Millionen Dollar gesenkt wurde. Verizon zahlte immer noch knapp 4,5 Milliarden Dollar.

Wegen der neuen Erkenntnisse über den Hackerangriff gehen Rechtsexperten davon aus, dass auf Verizon deutlich mehr Schadenersatzklagen von Yahoo-Nutzern und -Aktionären zukommen. Manche fragen sich daher, ob Verizon auf eine nachträgliche zusätzliche Verringerung des Kaufpreises für das Yahoo-Kerngeschäft pochen werde.

(wer/REU/dpa)

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