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Internet-Konzern
Yahoo rutscht noch tiefer in die roten Zahlen

Yahoo rutscht noch tiefer in die roten Zahlen
Yahoo macht weiter Verluste FOTO: ap
Sunnyvale . Der Internet-Konzern Yahoo steckt auch auf der Zielgeraden vor dem anstehenden Verkauf tief in den roten Zahlen. Diesmal verhagelte eine weitere Abschreibung auf den Milliarden-Zukauf Tumblr die Bilanz.

In seinen möglicherweise letzten Quartalszahlen als eigenständiges Unternehmen hat der Internet-Pionier Yahoo wieder einen dicken Verlust präsentiert. Im vergangenen Quartal gab es ein Minus von 440 Millionen Dollar (397 Mio Euro) nach einem Verlust von 22 Millionen Dollar ein Jahr zuvor, wie Yahoo mitteilte. Auslöser war eine rund 480 Millionen schwere Abschreibung auf die Blog-Plattform Tumblr.

Yahoo hatte Tumblr 2013 für rund eine Milliarde Dollar gekauft. Der Plan der Firmenchefin Marissa Mayer war, damit mehr junge Nutzer anzulocken. Bereits Anfang des Jahres schrieb Yahoo aber rund 230 Millionen Dollar auf Tumblr ab, jetzt sind mehr als zwei Drittel vom Kaufpreis aus den Büchern raus.

Beim Umsatz legte Yahoo um fünf Prozent auf gut 1,3 Milliarden Dollar zu und übertraf damit die Erwartungen der Börsianer. Auch beim operativen Ergebnis schnitt Yahoo über den Analystenprognosen ab.

Zieht man vom Umsatz zugleich die Beträge ab, die an Partner gehen, dafür dass sie Geschäft zu Yahoo bringen, bleiben Erlöse von gut 841 Millionen Dollar übrig. Das war ein Fünftel weniger als vor einem Jahr. Zu solchen Partnern gehört unter anderem der Browser Firefox, der in den USA standardmäßig Yahoo als Suchmaschine integriert.

Keine Angaben zum Verkauf

Der früheren Google-Managerin Mayer, die vor rund vier Jahren als Reformerin kam, war es nicht gelungen, die Werbeerlöse in Schwung zu bringen. Zugleich hob sie hervor, dass in neuen Bereichen wie Videowerbung und Anzeigen auf mobilen Geräten die Umsätze um ein Viertel auf gut eine halbe Milliarde Dollar zulegten.

Angesichts des laufenden Verkaufs könnten es die letzten Quartalszahlen von Yahoo als eigenständiges Unternehmen sein. Nach Medienberichten geht der Verkaufsprozess auf die Zielgerade. Als aussichtsreichster Anwärter gilt der Telekommunikations- und Medienriese Verizon. Bei der Vorstellung der Quartalszahlen gab es keine neuen Angaben dazu.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll das Kerngeschäft ausgelagert werden. Nach einem Medienbericht gab es für das Web- Geschäft mehrere Gebote in Höhe von fünf Milliarden Dollar und mehr.

(crwo/dpa)
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