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Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Welche Kamera ist die richtige?

Worauf Sie beim Kauf achten sollten: Welche Kamera ist die richtige?
FOTO: Ferl
Düsseldorf. Wer sich für eine neue Kamera interessiert, kann schnell den Überblick verlieren. Wir klären auf, worauf man beim Kauf achten sollte. Von Lisa Kreuzmann

Das Smartphone ist zur Kamera Nummer eins der Deutschen geworden. Fotoapps und soziale Netzwerke, allen voran Instagram, haben die Kunst der Fotografie massentauglich gemacht. Beinahe 80 Prozent der Deutschen nutzen heute ein Smartphone. Das macht vor allem den Herstellern kleinerer Kompaktkameras zu schaffen.

Doch die Gegenbewegung zum schnellen Handyfoto lässt nicht lange auf sich warten: Immer mehr Hobbyfotografen setzen zusätzlich auf gute Kameras mit hochwertigen Wechselobjektiven. Die Auswahl wächst stetig. Seit einigigen Jahren sorgt jedoch eine technische Neuerung für zusätzliche Verwirrung. Galt die Spiegelreflexkamera Jahrzehnte lang als Nonplusultra, machen den Highend-Kameras heute auch spiegellose Systeme Konkurrenz. Welche Kamera darf es denn sein? Spiegelreflex oder Systemkamera?

Inzwischen setzen sogar immer mehr professionelle Fotografen auf eine spiegellose Systemkamera. Beide Systeme funktionieren mit Wechselobjektiven. Fotografen können also zwischen Weitwinkel-, Makro-, Porträt- oder Teleobjektiven wählen. Richtig eingesetzt, können beide Systeme erstklassige Bilder liefern. Der Vorteil der spiegellosen Kameras: Sie sind leichter und kleiner, allerdings häufig auch teurer. Ein weiterer Vorzug: Mit dem Wegfall des Spiegels, ist beim Auslösen kein Umklappen mehr zu hören. Elektronischer oder optischer Sucher?

Wer bei einer Spiegelreflexkamera durch den Sucher schaut, sieht das Bild in seinen natürlichen Lichtverhältnissen. Ein Spiegel lenkt das Licht zum Sucher. Modernere spiegellose Systemkameras hingegen arbeiten mit einem elektronischen Sucher. Das Licht fällt durchs Objektiv auf den Bildwandler. Das Bild wird also wie auf einem Monitor künstlich erzeugt. Kritiker der spiegellosen Kameras befürchten, das Foto könne durch den Einsatz der Technik verfälscht werden. Vorteil des elektronischen Suchers ist, dass er bei schlechtem Licht besser funktioniert. Entscheidend für weniger geübte Fotografen aber mag sein, dass veränderte Belichtungseinstellungen direkt sichtbar werden. Die Kamera muss nicht erst vom Auge genommen werden, um auf dem Monitor zu überprüfen, wie das Bild wirkt. Tolle Fotos zu machen, wird spiegellos System also leichter. Lohnt eine Kompaktkamera?

Wer ein Smartphone besitzt, für den mag die kleine, handliche Digitalkamera überflüssig sein. Für viele Bürger kann die kleine Digitalkamera aber durchaus noch eine Alternative oder Ergänzung zum Smartphone sein. Einfache, gute Modelle gibt es schon für weniger als hundert Euro. Gerade am Strand sind solche Geräte gut brauchbar, um das teure Handy vor Schäden zu bewahren.

Was ist eine Bridgekamera?

Bridgekameras bilden mit ihrem sehr flexiblen Objektiv die Brücke zwischen Systemkamera und einer einfachen Kompaktkamera. Damit eignen sich sie sich für ambitioniertere Hobbyfotografen, die eine leistungsfähige Kamera suchen, sich aber nicht mit mehreren Objektiven belasten wollen. Und die Bilder sind viel besser als mit dem Smartphone.

Wohin geht der Trend?

Die Panorama-Fotografie wird weiter an Bedeutung gewinnen. Apps und Kameras, die 360-Grad-Aufnahmen ermöglichen, sind auf dem Vormarsch, sagt Unterhaltungselektronik-Experte Tim Lutter vom Bitkom-Verband. Auch Action- oder Outdoorkameras, die spritzwassergeschützt und stoßfest sind, würden in Zukunft noch stärker nachgefragt werden, sagt er. Und noch ein Trend werde die Fotografie auch im nächsten Jahr begleiten: Bearbeiten, Teilen, Liken.

Ganz im Trend der Zeit, warten inzwischen auch professionelle Systemkameras mit Social Media-tauglicher Wlan-Funktion auf. So kann auch das schärfste Bild umgehend seine Bewunderer in den sozialen Netzwerken finden.

Quelle: RP
 
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