Chef lässt Posten ruhen: Ärger um WeTab weitet sich aus
zuletzt aktualisiert: 04.10.2010 - 20:27Düsseldorf (RPO). Nach PR-Debakeln und Namensänderung beim Apple-Konkurrenten gerät WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen auch persönlich in die Kritik. Er soll bei Amazon unter Pseudonym lobende Rezensionen über das WeTab verfasst haben. Nun legt er offenbar als Reaktion auf die Meldung seinen Chefposten auf Eis.
"Die beiden fraglichen Rezensionen auf Amazon habe ich privat verfasst ohne mich mit der übrigen Geschäftsführung oder unserer Kommunikationsabteilung abzustimmen." So zitiert das Onlineportal "Chip.de" eine Stellungname Hoffers von Ankershoffen.
Außerdem entschuldigt sich dieser in dem Schreiben dafür, die Kommentare nicht unter seinem eigenen Namen gepostet zu haben und zieht Konsequenzen: "Wegen der anhaltenden Diskussionen in der Öffentlichkeit rund um meine Person in den letzten Wochen habe ich mich daher entschieden, meine Position als Geschäftsführer der WeTab GmbH bis auf weiteres ruhen zu lassen." Als Vertreter nennt er Geschäftsführer Tore Meyer.
Bei Amazon kann jeder einen Kommentar unter ein beliebiges Produkt schreiben und mit einem Namen unterschreiben. Dafür muss man aber eingeloggt sein. Bei bestimmten Einstellungen des Accounts sind allerdings die Wunschlisten eines Nutzers zugänglich, der einen Kommentar gepostet hat. Diese führten nach Angaben des Tech-Bloggers Richard Gutjahr zu den Accounts von Hoffers von Ankershoffen und seiner Frau. Mittlerweile sind die Rezensionen gelöscht.
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