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Notebooks: Akkus richtig pflegen lernen

zuletzt aktualisiert: 27.01.2006 - 07:25

Berlin (rpo). Ob Handy, PDA oder Notebook - ohne die aufladbaren Energiespender funktioniert heute fast nichts mehr. Die Akkus selbst werden immer besser. Auch in der PC-Branche setzen sich leistungsfähigere Modelle durch, die einen ganzen Tag lang das Notebook speisen, ohne dass der Nutzer nachladen muss. Doch was, wenn der Akku nicht so funktioniert, wie er soll?

Notebooks laufen herkömmlichen PCs den Rang ab.  Foto: AP, AP
Notebooks laufen herkömmlichen PCs den Rang ab. Foto: AP, AP

Mit der Bedeutung der Akkus steigt jedoch auch der Ärger, wenn ein Energiespender ausfällt. Viele Akkus, vor allem in Notebooks, sind Spezialanfertigungen, die der Anwender im Fachhandel bestellen muss. Zur Wartezeit kommt der üppige Preis. Denn ein Notebook-Akku kostet schnell 200 Euro oder mehr. Je nach Alter des Rechners stellt sich mitunter also auch die Frage, ob sich der Kauf des Ersatzteils überhaupt lohnt oder ein neuer mobiler PC nicht die bessere Lösung ist.

Trotz aller technischen Weiterentwicklung bleiben Akkus eine Schwachstelle mobiler Geräte. Das wissen auch die Hersteller. Der Akku eines Notebooks oder Handys fällt deshalb nicht unter die normale Garantie für das Gerät, die bei Laptops in manchen Fällen bis zu 36 Monate gilt. Stattdessen sind sechs Monate Garantie auf Akkus normal, zwölf Monate bereits gut.

Kühl und trocken lagern

Für Notebook- und Mobilfunknutzer bedeutet das: Sie sollten ihre Akkus pfleglich behandeln. Dazu gehört zum Beispiel, ständiges teilauf- und teilentladen zu vermeiden. Zwar gehört der so genannte Memory-Effekt der Vergangenheit an. Moderne Lithium-Ionen-Akkus verlieren nicht an Kapazität, weil sie immer an einem bestimmten Punkt wieder aufgeladen werden. Dennoch können unvollständige Ladezyklen die Lebensdauer der Energiezellen verkürzen.

Grund ist die absolute Zahl von Ladezyklen, die ein Akku verkraftet. Ein Lithium-Ionen-Akku kann in der Regel 500 Mal aufgeladen werden. Dazu zählen - zumindest anteilig - auch unvollständige Ladevorgänge. Bleibt der Akku immer im Notebook, wird er unweigerlich immer wieder mitgeladen. Denn die aufladbaren Zellen verlieren auch Energie, wenn sie nicht gebraucht werden. In der Folge lädt der Rechner sie auch immer wieder nach - und trägt damit zur vorzeitigen Alterung bei.

Notebook-Besitzer sollten Akkus deshalb aus dem Gerät nehmen, wenn sie es längere Zeit nur an der Steckdose betreiben. Lagern sollten sie die Energiespeicher kühl und trocken möglichst bei einem Ladestand von 80 Prozent. Mindestens alle paar Wochen sollten Anwender die Ladung allerdings überprüfen, denn auch eine Tiefentladung kann den Akku zerstören.

Akkus nicht halbvoll wieder aufladen

Bei Handys bietet sich dieses Vorgehen nicht an. Doch immerhin kann man darauf achten, nicht immer bereits den halbvollen Akku wieder aufzuladen. Selbst wenn dieser keinen Memory-Effekt hat, kann das häufigere Laden sein Leben verkürzen.

Neben den Ladezyklen kann auch die Betriebstemperatur die Haltbarkeit des Akkus negativ beeinflussen. Im mobilen Einsatz ist es daher sinnvoll, das Notebook mit maximalen Energiesparoptionen laufen zu lassen, sofern das möglich ist. Wer sich unterwegs allerdings eine DVD ansehen will, hat da kaum eine Chance. Denn ein Film beansprucht Laufwerk, Display und Prozessor und damit auch den Akku erheblich.

Sich einen Akku auf Reserve zuzulegen, ist kaum sinnvoll. Denn Akkus altern, auch wenn sie nicht gebraucht werden. Die Energiespender verfügen nur kurz nach der Produktion über ihre maximale Leistungsfähigkeit. Bereits auf der Reise von der Herstellung zum Kunden - die mit einem Zwischenlager schnell ein paar Monate dauern kann - altern sie und verlieren an Leistungsfähigkeit.

Quelle: afp

 
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