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Vernetzte Lautpsrecher
Google will keinen Echo-Show-Konkurrenten bauen

Alexa, Siri & Co: Google will keinen Echo-Show-Konkurrenten bauen
Google Home war auch Thema bei der Entwicklerkonferenz Google I/O. FOTO: ap, ER
Mountain View. Der Markt um vernetzte Lautsprecher mit eingebauter Intelligenz ist umkämpft. Amazon hat vor wenigen Tagen einen "Echo"-Lautsprecher mit Display herausgebracht. Google hat eine andere Vision - und will stattdessen bereits vorhandene Bildschirme nutzen.

Nachdem Amazon die Modellpalette seiner vernetzten "Echo"-Lautsprecher um eine Version mit Touchscreen ergänzte, hat Konkurrent Google keine Pläne für ein solches Gerät.

Stattdessen sollen bei Google die Bildinformationen auf vernetzte Geräte mit Bildschirm wie Fernseher oder Smartphones geschickt werden. "Wir wollen die Bildschirme nutzen, die Nutzer bereits haben", sagte Google-Manager Suveer Kothari auf der Entwicklermesse Google I/O in Mountain View.

Google I/O 2017 - alle Neuheiten der Entwicklerkonferenz FOTO: afp, js

Schließlich seien bereits Milliarden Smartphones und Dutzende Millionen vernetzter Fernseher im Einsatz. "Je nach dem Kontext der Frage und was der Nutzer vorhat, wollen wir auf smarte Weise entscheiden, wo wir die Informationen anzeigen", sagte Kothari.

Routenanweisungen etwa seien nicht besonders nützlich auf einem Bildschirm zuhause - aber auf dem Telefon, das man mitnimmt. "Wir denken, dass ein Assistent in allen Lebensumständen verfügbar sein muss, um wirklich nützlich zu sein."

Google Assistant arbeitet jetzt auch auf dem iPhone

Amazon Echo Show mit Touchscreen FOTO: dpa, vge

Google brachte seinen digitalen Assistenten auf der I/O auch erstmals als App auf Apples iPhone, wo er der Siri-Software Konkurrenz machen soll.

Dabei hat der Google Assistant auf dem Apple-Telefon einen eingeschränkten Funktionsumfang und ist nicht so tief in das iOS-Betriebssystem eingebunden wie Siri.

So kann man über ihn etwa keine Timer oder Wecker stellen und auch nicht per Sprachbefehl den Flugzeugmodus einschalten. Auch muss die App geöffnet sein, damit der der Assistant auf die übliche Ansprache "Okay, Google" reagiert. "Wir haben die App wie jeder andere Entwickler für die iOS-Plattform gebaut", sagte Assistant-Produktchef Gummi Hafsteinsson.

Die neuen Smartphone-Modelle 2017 FOTO: Lenovo

Zugleich sieht Kothari Google im Wettstreit der digitalen Assistenten dank zwei Jahrzehnten Suchmaschinen-Erfahrung grundsätzlich im Vorteil. "Die Tatsache, dass wir auf hunderte Millionen Webseiten zurückgreifen können, erlaubt es uns eine Auswahl von Informationen zu präsentieren, die keiner sonst bieten kann", sagte er.

(csr/dpa)
 
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