Ein Monat Verzug: Apple verschiebt iPad-Verkauf
zuletzt aktualisiert: 14.04.2010 - 17:19Bangalore (RPO). Wegen der starken Nachfrage in den USA müssen die Käufer in Deutschland und anderen Ländern länger als geplant auf das iPad warten. Der Hersteller Apple verschob den Verkaufsstart seines neuen Tablet-Computers am Mittwoch außerhalb der USA auf Ende Mai. Das Unternehmen sprach in einer Erklärung von einer "schwierigen Entscheidung" und räumte ein, selbst von der hohen Nachfrage in den USA überrascht worden zu sein.
"Obwohl wir mehr als 500.000 iPads in der ersten Woche ausgeliefert haben, ist die Nachfrage sehr viel höher als vorausgesagt und wird unser Angebot vermutlich auch in den nächsten Wochen noch übersteigen", erklärte Apple. Details zum Verkauf und den Preisen will das Unternehmen am 10. Mai bekanntgeben. Dann können außerhalb der USA auch erstmals Geräte online vorbestellt werden.
Eigentlich hätte das Gerät in Deutschland und anderen Ländern bereits Ende April in den Handel kommen sollen. "Wir wissen, dass viele internationale Kunden jetzt enttäuscht sein werden", erklärte Apple. Die große Nachfrage in den USA stelle aber die Qualität des Geräts unter Beweis.
Analysten von Credit Suisse gehen inzwischen davon aus, dass Apple im ersten Jahr 4,8 Millionen und im zweiten Jahr 8,7 Millionen iPads verkaufen wird. Experten von Morgan Stanley rechnen sogar mit sechs Millionen verkauften Geräten im ersten Jahr.
Apple verkauft das iPad, das eine völlig neue Klasse von Geräten zwischen Computer und Handy begründen soll, seit Anfang April in den USA. Allein am ersten Tag gingen rund 300.000 Geräte über den Ladentisch. Der Tablet-PC sieht aus wie das Apple-Handy iPhone, ist aber etwa so groß wie ein Din-A4-Blatt. Bedient wird es über einen Touchscreen, also einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Gedacht ist das Gerät vor allem zur mobilen Unterhaltung: Die Besitzer können darauf Musik hören, Filme ansehen, spielen und Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften lesen.
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