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Cebit 2006: Auf dem Weg ins mobile Büro

zuletzt aktualisiert: 07.03.2006 - 08:16

Düsseldorf (RP). Auch wenn auf der weltgrößten Computermesse nur noch jeder vierte Aussteller ein Hardware-Produzent ist: Die Produkte, die die Endkunden später kaufen und benutzen können, stehen im Mittelpunkt des Publikumsinteresses.

Nach Handys drängt, an Handys hängt doch alles! Frei nach Goethe, der in diesen poetischen Zeilen noch am Golde hing, drängen Mobilfunker und Netzausrüster ihre Klientel in das mobile Büro. Ob privat oder beruflich, die Handynutzer können sich auf der Cebit über eine Vielzahl neuer Anwendungen informieren.

Navigation Warum ein Navigationssystem fürs Auto kaufen, wenn die Software auf dem Handy läuft? Das funktioniert auch noch, wenn die letzten Meter zwischen Parkhaus und Ziel zu Fuß bewältigt werden müssen. Konvergente Endgeräte, also PDA oder Handys, die mehrere Nutzungsmöglichkeiten in sich vereinen und mit größerem Display sowie genügend Speicher ausgestattet sind, eignen sich perfekt als Basis für die Mehrfach-Nutzung.

Zu nennen wären beispielsweise das HW6900 von Hewlett Packard (Halle 4, Stand A38) oder das Loox T830 von Fujitsu Siemens Computers (Halle 4, Stand A 38 - beide auf dem Microsoft-Partnerstand). Entsprechende Software liefern Anbieter (alle in Halle 11) wie Destinator (Stand D56), Map&Guide (Stand B56), Navigon (Stand D49) oder Tomtom (Stand C37).

E-Mail Wer nicht nur den Geschäftspartner schnell finden, sondern auch gleich seine E-Mails abrufen und beantworten möchte, kann dies mit neuer Software für Handys jetzt noch einfacher tun. Insbesondere Arbeitnehmer, die bisher für den Empfang geschäftlicher E-Mails auf Blackberry-Endgeräte von RIM (Research in Motion, Halle 12, Stand A30) zugreifen und deren Arbeitgeber Server im Unternehmen betreiben mussten, finden auf der Cebit gleich zwei Alternativen.

Zum einen kratzt Microsoft (Halle 4, Stand A38) mit seiner „Direct Push“-Technologie an der uneingeschränkten Marktführerschaft von RIM im Bereich mobiler E-Mail. Allerdings müssen sich Anwender, die Direct Push, also das direkte Durchleiten ankommender Mails an die Firmen-Mailadresse auf das Handy lieber auf Basis der Lösung von Microsoft nutzen wollen, komplett in der Softwarewelt der Gates-Company bewegen. Das mobile Endgerät, ganz gleich ob Handy oder PDA, muss zwingend mit „Windows Mobile 5.0“ als Betriebssystem und dem „Messaging and Security Feature Pack for Windows Mobile“ ausgestattet sein. Und was bei RIM der notwendige Server im Unternehmen, das ist bei Microsoft ebenfalls von Nöten und heißt „Exchange Server 2003“. Erst dann kann der mobile Mitarbeiter unterwegs gelesene Geschäfts-Mails auch löschen oder erhält verbesserte Verschlüsselungsalgorithmen.

Auf den Direct Push-Zug aufgesprungen ist die United Internet-Tochter Schlund & Partner (Halle 16, Stand F05). Vorteil des neuen Angebots ist, dass Unternehmen den Exchange-Server nicht selber betreiben müssen, sondern diesen Service vom Anbieter beziehen können: „gehostet“, also über die Kapazitäten eines Rechenzentrums, in dem der Internet Service Provider Spezialanwendungen für Dritte auf Mietbasis betreibt. Die Karlsruher wollen sich als Lieferant einer günstigen Alternative zu den teureren Blackberry-Angeboten aufstellen. Schließlich benötige ein Unternehmen keine eigene Infrastruktur und könne jeden datenfähigen Mobilfunktarif nutzen.


 
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