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Vergleich der Smartphones: Blackberry gegen iPhone 2.0

VON SILKE FREDRICH - zuletzt aktualisiert: 09.07.2008 - 18:35

Düsseldorf (RPO). Am Freitag kommt in Deutschland das verbesserte Apple-Handy auf den Markt. Für Firmen ist es damit eine echte Alternative zum Blackberry. Ein Funktionsvergleich der beiden Multimedia-Handys.

Der Computerkonzern Apple hat mit dem Marktstart seines ersten Telefons im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Und wegen fehlender Funktionen und eines recht langsamen Internetzugangs für reichlich schlechte Laune bei Kunden. Mit dem neuen Modell, das am Freitag auf den Markt kommt, will Apple das iPhone massenmarkttauglich machen und seinen Hauptkonkurrenten RIM ausstechen, der im Sommer ein neues Blackberry-Modell angekündigt hat.

Bei unserem Vergleich hat unsere Readktion diverse Kategorien verglichen und Punkte vergeben, wobei maximal drei Punkte pro Kategorie zu erreichen waren.

Technische Daten: Bei den Abmessungen liegen beide Geräte mit 11,5 mal 6,6 Zentimetern gleichauf. Auch wiegen beide 133 Gramm. Doch schon beim Speicher zeichnen sich Unterschiede ab. Während der Blackberry Bold lediglich über ein Gigabyte verfügt, gibt es das iPhone in den Varianten mit acht nd 16 Gigabyte. Der Blackberry lässt sich mit einer SD-Speicherkarte jedoch erweitern, das iPhone nicht. Der Akku ist beim Blackberry austauschbar, beim iPhone fest verankert und nicht austauschbar. Die Kameras in beiden Geräten haben zwei Megapixel. iPhone-Blackberry: 3:2

Bedienung: Das iPhone wird bis auf eine Taste komplett über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) gesteuert. Es setzt Maßstäbe im intuitiven Umgang mit neuen Funktionen. Bei jeder Anwendung bekommt der Nutzer entsprechende Hilfsmittel. Beim Mail-Schreiben öffnet sich eine Tastatur, beim Telefonieren ein bildschirmfüllendes Ziffernfeld. Der Bildschirm ist mit 3,5 Zoll wesentlich größer als beim Blackberry. Dieser punktet allerdings bei der Textbearbeitung, weil er mit einer echten Qwertz-Tastatur ausgestattet ist. Zudem ist das alte Drehrädchen an der Seite des Geräts durch einen Multifunktionsknopf ersetzt worden, so dass sich der Blackberry bequem mit einer Hand steuern lässt. Zwar muss das iPhone mit zwei Händen bedient werden, aber mit der neuen Version sind Textverarbeitungen ebenfalls problemlos machbar. iPhone-Blackberry: 3:1

Internet: Beide Geräte werben mit dem schnellen UMTS-Standard und der superschnellen Erweiterungsverbindung HSDPA. Knapp ein Jahr nach der Markteinführung des iPhone ist dessen Browser der meist genutzte für mobiles Surfen geworden. Nutzer schätzen die Navigation über die Touchscreen-Oberfläche und die Darstellung der Webseiten. Die Blackberry-Nutzung erinnert an die klassische Windows-Navigation. Der Blackberry-Browser erhält sogar einen echten Mauszeiger, der sich über den Multifunktionsknopf steuern lässt. iPhone-Blackberry: 3:1

Mail: Blackberry betreibt mit der Push-EMail-Lösung seine eigene Technik. Sie ist so ausgereift, dass sich der Blackberry als mobiler Ersatzarbeitsplatz fast unersetzlich gemacht hat. Apple setzt auf die Exchange-Server-Unterstützung, die Zugriff auf Firmenmails ermöglicht. Die Technik ist von Microsoft und steht in der Kritik, anfälliger für Hackangriffe zu sein. iPhone-Blackberry: 2:3

Multimedia: Der Blackberry ist ein Arbeitsgerät, das den Arbeitsplatz vor Ort ersetzen kann und mit dem sich mobil surfen lässt. In das iPhone ist der Musikspieler iPod integriert, hinzu kommen Börsenanwendungen und eine direkte Verknüpfung zum Foto- und Videoportal Youtube. iPhone-Blackberry: 3:1

Office-Anwendungen: Mit dem Blackberry ist die Bearbeitung kein Problem, beim iPhone steht eine Bewährung in der Praxis noch aus. iPhone-Blackberry: 1:3

Stil: Der Blackberry Bold orientiert sich am typischen unauffälligen klassischen Design der Blackberry-Familie. Es ist schwarz mit einem Chromrahmen, über den auch das iPhone verfügt. Die Qwertz-Tastatur erstreckt sich über die volle vordere Breite des Handys. Das iPhone gibt es in den typischen Apple-Farben in schwarz und weiß. Die notwendigen Tastaturen oder Wählflächen erscheinen auf dem Touchscreen individuell auf die Anwendung zugeschnitten. Auf die zentrale Oberflächenansicht gelangt der Nutzer über den einzigen Knopf auf der Vorderfront des Handys. Da keine Tastatur untergebracht werden muss, ist das iPhone superflach und wirkt professionell und einen Tick edler als das Konkurrenzmodell. iPhone-Blackberry: 3:2


 
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