Großbritannien: "Christliches" Killerspiel Renner im Weihnachtsgeschäft
zuletzt aktualisiert: 06.12.2006 - 14:41London (RPO). In Großbritannien kommt vor Weihnachten ein Killerspiel auf den Markt, in dem die Spieler in die Rolle von Christen schlüpfen. Mit Waffengewalt und missionarischem Eifer kämpfen die Protagonisten um die Weltherrschaft.
Wie die britische "Times" berichtet, könnte sich das Spiel "Left Behind: Eternal Forces" im Weihnachtsgeschäft zu einem Renner entwickeln. Ziel des Spiels sei es, ein virtuelles Amerika wieder zu einem christlichen Staat zu machen. Zu diesem Zweck müssen die Gegner entweder zum Konvertieren gezwungen oder getötet werden.
Kritiker werfen dem Spiel laut "Times" vor, Religion und Gewalt auf gefährliche Weise zu vermischen. Auch Vertreter des Islam zeigen sich empört: Die "Muslim Association of Britain" fordert ein Verbot des Spiels.
Die Entwickler von "Left Behind: Eternal Forces" weisen die Kritik zurück: Das Spiel sei fiktiv. Es orientiere sich nicht an der Bibel, sondern an den Romanen eines Fantasy-Autors, die nicht zu ernst genommen werden sollten.
Im Promotion-Video wird "Eternal Forces" als Gegenpol zu den üblichen Killerspielen angepriesen. Es sei "inspirierend" und stelle den Spieler vor die Entscheidung, ob er gut oder böse sein wolle. Wer eine andere Spielfigur tötet, verliert "spirituelle Kraft" - trotzdem ist das Töten nötig, um den Sieg zu erringen. Die Macher der Spiel zielen mit "Left Behind: Eternal Forces" offenbar in erster Linie auf besorgte Eltern ab, die ihren Kindern eine Alternative zu "destruktiven" Ballerspielen bieten wollen.
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