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Geringe Schäden in Deutschland: Computerwurm bringt Rechner rund um die Welt zum Stillstand

zuletzt aktualisiert: 18.08.2005 - 08:33

Washington/Bonn (rpo). Ein neuer Computerwurm hat Rechner rund um die Welt zum Stillstand gebracht. Der Wurm gefährdet vor allem Computer, die noch mit Betriebssystem Windows 2000 arbeiten, wie der Hersteller Microsoft in Redmond bekannt gab.

Der Computer-Wurm Conficker bedroht Millionen PCs.  Foto: RPO
Der Computer-Wurm Conficker bedroht Millionen PCs. Foto: RPO

Am stärksten betroffen waren offenbar zunächst die USA, wo die Computer mehrerer Unternehmen lahmgelegt wurden, darunter bei den Fernsehsendern CNN und ABC sowie der Zeitung "New York Times". In Deutschland richtete der Wurm dagegen vorerst nur geringe Schäden an. Viele Experten gingen davon aus, dass es sich bei dem neuen Wurm um eine oder mehrere Varianten von "Zotob" handelte, der bereits am Wochenende aufgetreten war.

Die Attacke auf die Rechner war live im Fernsehen zu sehen. CNN zeigte Bilder von ständig abstürzenden und neu startenden Computern aus seiner Nachrichtenredaktion in New York. Auch in Büros des Kongresses in Washington wurden laut CNN mehrere Rechner lahmgelegt; allerdings hat das US-Parlament derzeit Sommerpause. Microsoft teilte unterdessen mit, es arbeite mit der US-Polizei zusammen, um die Verbreiter des Wurms aufzuspüren. Die US-Bundespolizei FBI teilte laut CNN mit, offenbar handele es sich diesmal aber nicht um eine derart großangelegte Attacke wie in früheren Fällen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn gab eine Warnung vor W32.Zotob.E heraus und empfahl, die neuesten Microsoft-Updates zu installieren, da der Wurm unter bestimmten Umständen auch neuere Rechner befallen könne. Der Absturz infizierter Rechner kann zu Datenverlust führen. Der Wurm verbreitet sich über eine Schwachstelle im Betriebssystem.

Microsoft hatte in der vergangenen Woche im Rahmen der regelmäßigen Auffrischung seines Schutzprogramms ein Hilfsmittel gegen Zotob angeboten. Erst danach aber hatte sich Wurm in größerem Stil ausgebreitet, und noch nicht geschützte Rechner angegriffen. Betroffen von dem Wurm sind vor allem Unternehmen und nicht Privat-Nutzer, da das vor fünf Jahren erschienene Betriebssystem Windows 2000 auf die Nutzung durch Firmen zugeschnitten ist.

Quelle: afp

 
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