Foto: ddp
Ab 2011 soll es in Europa ein einheitliches Ladegerät für neue Handy-Modelle geben. Zehn führende Mobiltelefon-Hersteller verpflichteten sich gegenüber der EU-Kommission in Brüssel, eine gemeinsame Lösung zum Aufladen moderner Mobiltelefone zu entwickeln. Fragen und Antworten zu dem neuen Standard.
Foto: ddp
Wird das neue Ladegerät mit allen Handys funktionieren?
Die neue Technik wird für Handy-Modelle entwickelt, die voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres auf den Markt kommen. Für die meisten Mobiltelefone, die heute bereits im Umlauf sind, werden die neuen Ladegeräte deshalb nicht funktionieren. Zudem wollen sich an der gemeinsamen Lösung zunächst nur zehn Hersteller beteiligen, die nach Angaben der EU-Kommission allerdings 90 Prozent des europäischen Marktes abdecken.
Foto: ddp
Muss ich das Ladegerät künftig extra erwerben?
Voraussichtlich werden die meisten Hersteller beide Optionen anbieten, also ein Handy mit oder ohne Ladegerät. Anders als bislang wird aber niemand mehr gezwungen sein, mit einem neuen Mobiltelefon auch ein neues Ladegerät zu erwerben.
Foto: ddp
Wird der neue Standard die Preise in die Höhe treiben?
Wieviel die neuen Ladegeräte kosten werden, ist noch unklar. Da Verbraucher künftig aber weniger davon kaufen müssen, sind langfristig Einsparungen zu erwarten.
Foto: ddp
Wie sieht die Lösung technisch aus?
Handys sollen künftig über eine Mikro-USB-Schnittstelle aufgeladen werden. Moderne Mobilfunkgeräte sind heute schon mit einer solchen Buchse für den Datenaustausch ausgestattet, zum Teil können sie damit auch schon am Computer aufgeladen werden. Einige technische Details wie Fragen der elektromagnetischen Verträglichkeit und der Sicherheit sowie der zu übertragenden Stromstärken müssen noch geklärt werden, wie ein Experte des Fachverbands Bitkom der Nachrichtenagentur AP sagte.
Foto: ddp
Wie lautet der genaue Zeitplan?
Vertreter des Branchenverbands Digital Europe sprachen in Brüssel von einer Einführung der neuen Geräte "im Laufe des Jahres 2010". EU-Kommissar Günter Verheugen zeigte sich zuversichtlich, dass die neue Technik ab Mitte nächsten Jahres verfügbar sein werde.