Songs etwas teurer als bisher: EMI und Apple schaffen Kopierschutz ab
zuletzt aktualisiert: 02.04.2007 - 14:36Düsseldorf (RPO). Der Kopierschutz bei online gekaufter Musik steht vor dem Aus. Der Plattenriese EMI hat sich dazu entschlossen, fast seinen gesamten Musikbestand als ungeschützte MP3s im Netz anzubieten - zunächst exklusiv in Apples Musikladen iTunes.
Emi-Chef Eric Nicoli und Apple-Boss Steve Jobs verkündeten diesen revolutionären Schritt am Montag während einer Pressekonferenz in London. EMI hat Bands wie die Rolling Stones, Norah Jones, Pink Floyd, die Beatles oder Coldplay unter Vertrag. In Deutschland singt die zweifache Echogewinnerin LaFee für EMI.
Ab sofort bekommen Verkäufer vom EMI-Musik diese nicht mehr kopiergeschützen Musikdatein (DRM-free) in verschiedenen Bit-Raten bis hin zu CD-Qualität angeboten. Appfle-Boss Jobs sagte: "Digitale Musik DRM-free zu verkaufen ist ein richtiger Schtritt der Musikindustrie".
iTunes ist der erste Online-Musikladen, der die freien EMI-Stücke anbieten wird. Die DRM-freien Stücke sollen eine doppelt so gute Soundqualität haben, wie die kopiergeschützten. Sie sollen 1,29 Euro pro Stück kosten. Die alten, kopiergeschützten Stücke in etwas schlechterer Qualität werden weiterhin für 0,99 Euro angeboten.
Bislang werden beim digitalen Musikvertrieb unterschiedliche Software-Techniken eingesetzt, die das beliebige Kopieren der Audiodaten verhindern. Diese Techniken beschränken auch das Kopieren von Musik auf mobile Geräte. So können etwa die beim Marktführer iTunes gekauften Songs nur auf einen iPod von Apple und nicht auf andere Player übertragen werden.
Anfang Februar hatte Apple-Vorstandschef Steve Jobs die Musikverleger aufgerufen, ihr Beharren auf DRM aufzugeben. Diese Einschränkungen hätten wenig erreicht, um die Verbreitung von Raubkopien einzudämmen. Ihre Abschaffung würde hingegen dem Markt für Online-Musik neue Impulse geben, erklärte Jobs.
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