Neue 3D-Technik: Fesselnde Bilder sollen Kinos attraktiver machen
zuletzt aktualisiert: 14.12.2006 - 15:11Hannover (RPO). Die Faszination des räumlichen Sehens soll die Kino-Branche beflügeln. Mit einer neuen 3D-Technik wollen Betreiber wieder mehr Zuschauer in die Kinosäle locken. Sie hoffen auch, dass durch die beeindruckenden Bilder weniger Raubkopien gemacht werden.
Statt mit dicken Filmrollen arbeiteten die Kinos zunehmend mit Servern, komprimierten Filmdateien und Digitalprojektoren. Dank dieser Ausrüstung sei nur wenig Zusatzaufwand nötig, um den Zuschauer auch mit dreidimensionalen Bildern fesseln zu können, berichtet die Zeitschrift "Technology Review".
In den USA kommt 3D-Technik bereits in 160 Kinos zum Einsatz, in Deutschland bislang nur in einigen wenigen, wie zum Beispiel im Cinecittà in Nürnberg oder im Münchner Cinema, wie die Zeitschrift weiter berichtet.
Dabei gebe es mehrere unterschiedliche Verfahren. Beispielsweise nutze das Unternehmen NuVision Technologies bestehende Leinwände. Für die 3D-Effekte sorgen so genannte Shutterbrillen. Diese kosten 35 Dollar pro Stück.
Beim System des US-Unternehmens Real D kommen hingegen relativ günstige Brillen zum Einsatz. Dafür brauchen die Kinobetreiber eine gegenüber normalen Leinwänden doppelt so teure Silberleinwand.
Ein weiteres Verfahren mit einfachen Brillen und gewöhnlichen Leinwänden wird derzeit in Zusammenarbeit der deutschen Firma Infitec mit dem amerikanischen Kinoausrüster Dolby Laboratories entwickelt.
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