Erfindung: Handy desinfiziert sich selbst
zuletzt aktualisiert: 19.12.2006 - 15:40London (RPO). Motorola hat ein Handy entwickelt, das sich selbst desinfiziert. Eine eingebaute Leuchtdiode soll ultraviolettes Licht aussenden, das Keime am Lautsprecher und im Mikrokofon abtötet. Im Inneren dieser Öffnungen herrscht mitunter feuchtwarmes Klima nach dem Telefonieren.
Innerhalb von drei Minuten soll eine Desinfektion abgeschlossen sein, meldet der Onlinedienst des britischen Wissenschaftsmagazins "New Scientist". Da das verwendete ultraviolette Licht (UV-Licht) für den Nutzer schädlich sein könnte, aktiviert sich das Desinfektionsprogramm erst, wenn die Öffnungen mit einer Klappe abgedeckt sind.
Das Licht gelangt jeweils über Lichtleiter im Gehäuse des Telefons zum Mikrofon und in die Öffnungen des Lautsprechers. Um Akkustrom zu sparen, wird nur desinfiziert, wenn das Handy gerade ans Stromnetz angeschlossen ist.
Die Entwickler denken auch an eine zweite Variante, bei der sich eine UV-Lampe im Gehäuse einer Ladestation befindet. Dabei gelangt das desinfizierende Licht dann über Lichtleiter zum Telefon. Die Desinfizierfunktion könnte so nicht nur bei Handys eingesetzt werden, sondern bei allen Geräten, die häufig in die Hand genommen werden und daher Verschmutzungen ausgesetzt sind, wie Taschencomputer, MP3-Spieler, Fernbedienungen, Handheld-Spielkonsolen, Rasierer oder elektrische Zahnbürsten.
UV-Licht tötet Bakterien und andere Erreger ab, indem es in den Zellen die Bildung hochaktiver Sauerstoffverbindungen fördert, die das Erbgut zerstören und damit das Bakterium abtöten. Das Licht wird bereits zur Desinfektion von Trinkwasser und von Oberflächen beispielsweise in Labors und Operationssälen verwendet.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




