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UMTS-Handys: Hersteller übertrumpfen sich gegenseitig

zuletzt aktualisiert: 06.02.2006 - 09:52

Hannover (rpo). 2006 wird das Jahr der UMTS-Handys. Das kündigt sich bereits im Vorfeld der CeBIT in Hannover an. Die Hersteller wollen in diesem Jahr mobile Multimedia-Maschinen auf den Markt bringen, die schnelle Musik- und Filmdownloads sowie Videotelefonie per UMTS ermöglichen - und das zu zivilen Preisen.

Heute fällt einzig die Wahl des richtigen Handys schwer. Vor einigen Jahrzehnten konnten sich nur Reiche ein Telefon leisten.  Foto: Nokia, gms
Heute fällt einzig die Wahl des richtigen Handys schwer. Vor einigen Jahrzehnten konnten sich nur Reiche ein Telefon leisten. Foto: Nokia, gms

Das Innovationsfeuerwerk zünden die Hersteller nicht grundlos: Nach einer Studie des US-amerikanischen Marktforschers iSuppli drohen der Branche nach einem Rekordumsatz 2005 im laufenden Jahr Einbußen von rund fünf Prozent. Der Markt ist gesättigt, und satte Kunden gilt es zu beeindrucken, damit sie neue Handys kaufen.

Positiver Nebeneffekt: Auch weil Netzbetreiber Kunden mit günstigen UMTS-Geräten zur Nutzung neuer Dienste im UMTS-Netz animieren wollen, soll der Durchschnittspreis für ein Handy von 142 Dollar (rund 115 Euro) in 2005 auf 129 Dollar (rund 105 Euro) in diesem Jahr sinken.

Allein Nokia hat für 2006 bereits acht neue UMTS-Handys angekündigt - darunter das 110 Gramm schwere Nokia 6233. Als Nachfolger des 6230i ist es zwar schlicht gestaltet, bringt aber viel Ausstattung mit: Neben UMTS sind das eine Zwei-Megapixel-Kamera, MP3-Player mit erweiterbarem Speicher per Mini-SD-Karte, Radio und Bluetooth. Das Display misst 320 mal 240 Pixel. Als Preisempfehlung für das 6233 nennt Nokia rund 380 Euro. Artverwandt ist der Slider 6280, der sich mit Zusatz-VGA-Kamera für Videotelefonie empfiehlt.

"N" steht für Nokias Spitzenklasse

Unter dem Kürzel N firmiert neuerdings die Spitzenklasse der finnischen Multimedia-Handys. Ein Star auf der CeBIT könnte das Nokia N80 werden, das nicht nur UMTS, sondern auch WLAN samt Universal Plug and Play (UPnP) mitbringt. Per UPnP kann das Mobiltelefon mit anderen drahtlosen Geräten kommunizieren und beispielsweise Musik oder Bilder an PC, TV oder Musikanlage schicken.

Die Kamera des 134 Gramm schweren Sliders löst drei Megapixel auf, der 40 Megabyte große Speicher ist per Mini-SD-Karte auf bis zu zwei Gigabyte erweiterbar. Nokia empfiehlt für das N80 einen Verkaufspreis von 580 Euro.

Musikfreunde soll das N91 mit seiner vier Gigabyte großen Festplatte, UMTS, WLAN und Bluetooth ansprechen. Auf der Vorderseite des zur Freigabe der Telefontastatur aufschiebbaren Edelstahl-Gehäuses finden sich deshalb auch nur Steuertasten für den Musikspieler.

Nokias Spezialist für bewegte Bilder heißt N92. Das rund 700 Euro teure Handy empfängt nicht nur UMTS und WLAN, sondern auch Fernsehen nach dem Handy-TV-Standard DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handheld). Längs aufgeklappt wird das 2,8-Zoll-Display mit 16,7 Millionen Farben zur mobilen Glotze.

Zwei UMTS-Handys von Motorola

Motorola hat vor der CeBIT noch zwei UMTS-Geräte in der Pipeline: Das PDA-Handy A1010 soll nicht nur ein veritables kleines Büro mit Touchscreen werden, sondern seinen Besitzer mit eingebauter GPS-Navigation auch lotsen.

"Foto- und Videospaß vom Feinsten" verspricht der Hersteller dagegen mit dem E1120 mit 3-Megapixel-Kamera, achtfachem Digitalzoom und einer 30 Lux starken Leuchte. Videos soll das Handy mit 25 Bildern pro Sekunde aufnehmen und aus dem UMTS-Netz streamen.

An die Bauweise und -form von Motorolas erfolgreichem Razr V3, das es neuerdings auch als UMTS-Version Razr V3x gibt, lehnt sich BenQ Mobiles UMTS-Klapphandy BenQ-Siemens EF81 an. "Wir sind mit dieser Neuheit auf der CeBIT vertreten", sagt BenQ Mobile-Sprecherin Sabine Beutelhauser in München. Mit 15,9 Millimetern Tiefe ist das EF81 deutlich flacher als das Razr V3x (19,8 Millimeter).

Das UMTS-Netz kann das EF81 aus Magnesium, Edelstahl und Aluminium unter anderem für Videotelefonie oder Videostreamings nutzen. Auf UMTS setzt BenQ Mobile auch weiterhin. "Die Mehrheit der neuen Geräte 2006 soll UMTS-fähig sein", sagt Beutelhauser.

Vorläufiger Sieger im Wettbewerb der UMTS-Flundern - weil ziemlich dünn - sind Samsungs 14,9 Millimeter flache Klappmodelle SGH-Z540 (95 Gramm) und SGH-Z510 (98 Gramm). Neben einem Media-Player, der über Musiktasten unterhalb des Außendisplays gesteuert wird, beherrschen beide Handys ebenfalls Streaming und Videotelefonie per UMTS. Videos werden über die 1,3-Megapixel-Kamera gedreht und können beispielsweise als Real-Datei im 150 Megabyte großen Speicher des SGH-Z540 abgelegt werden. dpa/gms av sa tk

Quelle: gms

 
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