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Cebit 2017
Sushi-Roboter, Drohnen, Supernetze

Highlights der Cebit 2017: Sushi-Roboter, Drohnen, Supernetze
Ein Sushi-Roboter auf der Cebit in Hannover. FOTO: afp, OA
Hannover. Die High-Tech-Industrie präsentiert auf der Cebit in Hannover ihre neuen Ideen. Autofahrer können freie Parkplätze künftig per App suchen, Städte werden mit Drohnen überwacht - und in NRW startet ein Vorzeigeprojekt. Von Reinhard Kowalewsky

In Hamburg wird Parken künftig einfacher. In den Boden eingelassene Sensoren sollen bei bis zu 15.000 Parkplätzen melden, ob da ein Auto steht oder ob der Platz frei ist. Per App können Autofahrer den Platz buchen, finden dann den genauen Ort und zahlen dann auch per Smartphone.

"Die Sensoren können dank niedrigem Energieverbrauch 15 Jahre im Boden bleiben", sagt dazu Telekom-Vorstand Reinhard Clemens, jetzt gelten die NRW-Städte Dortmund und Moers als weitere Kandidaten für die digitale Parkplatzsuche.

Das auf der Computermesse Cebit in Hannover gezeigte Projekt bestätigt, dass die Digitalisierung immer größere Teile des Alltages und der Wirtschaft revolutioniert. Ein Sushi-Roboter aus dem diesjährigen Cebit-Partnerland Japan servierte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen kleinen Imbiss - mit Japans Premierminister Abe verkündete sie eine engere Partnerschaft auch gegen den neuen US-Protektionismus.

In einer Werkstatt zeigt das Fraunhofer-Institut, wie Monteure dreidimensionale Daten mit einer 3-D-Brille erkennen können. Bei einem neuen Laptop von Fujitsu wird die Handfläche des Nutzers als Sicherheitscheck ausgelesen. Wir beschreiben die wichtigsten Themen der Cebit.

Drohnen In einem eigenen Drohnenpark demonstriert Chipgigant Intel, wie Drohnen vielzählige Aufgaben wie auch die Wartung von Anlagen übernehmen können. 30 Hersteller zeigen kleine Fluggeräte für die professionelle Nutzung - ein Anbieter schlägt dabei sogar die Überwachung sensibler Bereiche in Städten per Flugroboter vor.

Gadgets - diese Technik-Neuheiten will man haben FOTO: martin-dm

Gigabit bis zum Mond Als erste Stadt bundesweit will Bochum per Kabel-Netz sowie weiteren Anschlüssen in Vororten auf ein Übertragungstempo von einem Gigabit aufgerüstet werden. Dies kündigte die Stadt gestern an, der Kölner Kabel-TV-Anbieter Unitymedia will sein Netz entsprechend modernisieren. Das ist nur der Anfang: "Wir werden weitere Städte in NRW aufrüsten", sagt Lutz Schüler, Chef von Unitymedia. In Bayern sollen bis in drei Jahren 70 Prozent der Haushalte per Kabel-TV ein Gigabit erhalten. Und Vodafone will das Mobilfunknetz beginnend mit Düsseldorf auf ein Übertragungstempo von 500 Megabit aufrüsten. Außerdem will Vodafone eine private Mondfähre mit der Funktechnik LTE ausrüsten, um fern der Erde mitgenommene Fahrzeuge zu steuern. "Wir wollen zeigen, dass LTE auf dem Mond funktioniert", sagt Robert Böhme, Chef des Berliner Start-ups Part-Time-Scientists, das die Reise vorbereitet.

Selbstfahrende Autos Auf dem Messegelände fährt bereits ein Modell des autonom fahrenden Kleinbusses Postauto aus dem schweizerischen Sitten - für viele Besucher ist das Mitfahren ein spannendes Erlebnis. Audi, Huawei aus China und Vodafone zeigen in einer Präsentation, wie selbstfahrende Autos per LTE vor anderen Fahrzeugen gewarnt werden. Und der Wolfsburger Autobauer Volkswagen kündigte an, Verkehrsströme künftig mit Quantencomputern so zu analysieren, dass jedem Auto eine eigene Route durch eine Stadt zugewiesen wird. Kein Stau dank vieler Umwege, lässt sich das Konzept nennen.

Schmalband-Funk Mit Funk ausgestattete Sensoren werden wie bei der Parkplatzsuche viele Bereiche verändern: Auf der Cebit wird gezeigt, wie die Bahn von Mülleimern in Bahnhöfen gemeldet bekommt, ob die geleert werden müssen. Die Telekom zeigte der Kanzlerin, wie ein Bienenstock überwacht wird: Steigen Lufttemperatur oder Luftfeuchtigkeit schnell an, wird der Imker alarmiert. Insgesamt wird es viele Milliarden Funksensoren geben.

Sicherheitstechnologie In einem "Geisterhaus" zeigt der Sicherheitsspezialist Sophos, welche Geräte in einem Haushalt vor Hackern geschützt werden müssen. Thema auf der Cebit ist auch, wie die Düsseldorfer Secusmart ihre Verschlüsselungstechnik für das Handy der Bundeskanzlerin nun auch an Samsung und andere Anbieter verkauft.

Quelle: RP
 
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