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IFA in Berlin
Fernseher mit Internet im Fokus
Das waren die IFA-Trends 2012
Das waren die IFA-Trends 2012 FOTO: dpa, Volkmar Otto
Berlin. Unter dem Berliner Funkturm dreht sich wieder alles um Fernseher, Stereoanlagen, Smartphones und Waschmaschinen - es ist IFA. Diesmal bringen viele große Hersteller aber nicht nur neue Geräte, sondern auch finanzielle Sorgen mit.

Die Elektronik-Branche versammelt sich in wirtschaftlich schwieriger Zeit zu ihrer weltgrößten Messe IFA in Berlin. Die Hallen unter dem Berliner Funkturm füllen neue große Fernseher, Smartphone, Tablet-Computer und Hausgeräte. Vor allem die japanischen Brachenriesen hatten zuletzt aber wenig Grund zur Freude:
Absatzprobleme und der starke Yen stürzten sie tief in die roten Zahlen.

Bei der Funkausstellung dürfte aber wie immer das Schlaglicht auf neue Geräte die wirtschaftlichen Probleme in den Hintergrund drängen.
Den Start in den ersten Pressetag am Mittwoch machen Hausgeräte-Marken wie Bosch, Siemens und Miele. Aber auch die japanischen Elektronik-Riesen Sony und Panasonic wollen ihre Neuheiten vorstellen. Für das Publikum hat die IFA vom 31. August bis zum 5. September geöffnet.

In diesem Jahr stehen vor allem Smart TVs im Mittelpunkt - Fernseher mit Internet-Anschluss. Sie ermöglichen die bequemere Verknüpfung von klassischem Fernsehen mit Online-Angeboten wie Sender-Mediatheken.

Außerdem ist die neue Bildschirmtechnik OLED, die für kontrastreichere und schärfere Bilder sorgen soll, jetzt auch in größeren Fernsehgeräten zu finden. So zeigen die südkoreanischen Hersteller Samsung und LG Electronics OLED-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 55 Zoll (knapp 140 cm).

Bisher kamen solche Displays eher in kleineren Geräten wie Handys zum Einsatz, weil sie viel teurer waren. Obwohl es inzwischen gelungen ist, die Kosten deutlich zu drücken, bedeutet OLED immer noch einen kräftigen Aufpreis: Das LG-Gerät soll rund 10 000 Euro kosten. Dafür sind die neuen Displays auch viel dünner, sie sind zum Teil nur noch vier Millimeter dick.

Die Smartphones und Tablets rücken auch immer mehr auf die IFA-Stände vor. Zum einen sind Apps auf ihnen immer häufiger eine Alternative zur klassischen Fernbedienung. Zum anderen geht es um Lösungen, mit denen man Filme und Sendungen nahtlos auf mobilen Geräten weitersehen kann.

Während die Branche in vielen Ländern mit Absatzproblemen kämpft, war Deutschland im Jahr von Fußball-Europameisterschaft und Olympia ein guter Markt. Der Absatz von Fernsehern legte im ersten Halbjahr um 14,1 Prozent auf fast fünf Millionen Geräte zu. Der Umsatz in dem Bereich wuchs um 13,8 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Deutliche Zuwächse gab es auch bei TV-Empfangsboxen und Smartphones.

Die IFA ist seit April ausgebucht und legt in diesem Jahr erneut in der Fläche zu. Das liege auch daran, dass die Anzahl und Vielfalt der Unterhaltungsgeräte in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen sei, sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin.

Seit 2007 mit der Umstellung auf einen jährlichen Takt habe die Messe jährlich zugelegt. Die Fläche legte in diesem Jahr mit rund 143 200 Quadratmetern noch einmal um 4 Prozent zu. Die Zahl der Aussteller will die IFA zum Start bekanntgeben. 2011 kamen 1441 Aussteller auf das Gelände unterm Funkturm.

Quelle: dpa
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