Adobe streitet mit Apple: iPhone weiter ohne Flash-Technik
zuletzt aktualisiert: 22.04.2010 - 14:35Washington (RPO). Die Nutzer des Apple-Kulthandys iPhone werden weiterhin viele Internetseiten nicht problemlos betrachten können. Das US-Softwareunternehmen Adobe will seine Flash-Anwendung für das iPhone nicht weiter entwickeln, wie der zuständige Adobe-Manager Mike Chambers im neuesten Beitrag seines Weblogs erklärte.
Die Flash-Technik ermöglicht das Einbetten von Videos, Spielen und anderen animierten Anwendungen in Internetseiten und wird auf sehr vielen Websites genutzt. Adobe liegt mit Apple seit längerem im Streit. Chambers kritisierte das System des iPhone nun als "zu geschlossen". Anwendungen müssen von Apple zugelassen werden, um für das iPhone zur Verfügung gestellt zu werden.
"Ich denke, das geschlossene System, das Apple aufbauen will, ist schlecht für die Industrie, für Entwickler und letztlich auch für die Kunden. Das will ich nicht fördern", schrieb Chambers in seinem Blog. Adobe hat ihm zufolge bei der Entwicklung von Flash fürs iPhone alle Vorschriften von Apple eingehalten, dann habe der US-Computerbauer aber kürzlich die Vorgaben geändert.
Flash läuft nur auf den Laptops und Computern von Apple, der kürzlich gestartete Tablet PC iPad kann entsprechende Internetseiten hingegen wie das iPhone nicht richtig anzeigen. Apple kritisiert, Flash benötige zu viel Rechenleistung, verursache Pannen und öffne ein Tor für Angriffe auf Computer. Adobe-Manager Chambers erklärte nun, sein Unternehmen konzentriere sich künftig auf das Handy-Betriebssystem Android, das der Internetriese Google als Konkurrenz zum iPhone-System entwickelt hat und das auf einer Vielzahl von Smartphones zum Einsatz kommt.
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