Düsseldorfer erwirken einstweilige Verfügung: "Ja ist denn heut scho' Weihnachten?": Streit zwischen E-Plus und O2
zuletzt aktualisiert: 06.12.2003 - 12:44München (rpo). "Ja ist denn heut scho' Weihnachten?" Dieser Spruch, den Franz Beckenbauer in Spots von E-Plus von sich gab, war vor Jahren in aller Munde. Jetzt ist über diesen Satz ein Streit zwischen den Düsseldorfern und dem Konkurrenten O2 entbrannt.
Wie der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe schreibt, hat E-Plus per einstweiliger Verfügung Passagen eines Spots des Konkurrenzunternehmens untersagen lassen.
Darin macht Beckenbauer mit Anke Engelke und Dieter Bohlen seit November Reklame für O2-Handys und sagt auch den Spruch, mit dem er vor drei Jahren schon für E-Plus geworben hatte. "Das ist unsere kreative Leistung", sagte E-Plus-Sprecherin Catrin Glücksmann.
E-Plus hatte jahrelang Millionenbeträge in Beckenbauer und seinen Spruch investiert und den Slogan schützen lassen. O2 hat nicht nur den Präsidenten des FC Bayern München und seinen Spruch übernommen, sondern mit Grey auch dieselbe Agentur engagiert, die zuvor für E-Plus arbeitete.
Auch gegen eine neue Spot-Version hat E-Plus mittlerweile eine einstweilige Verfügung erwirkt. "Franz, dann sa's halt schon", sagt Bohlen darin. "Ich würd ja gern, aber ich darf ja nicht", antwortet Beckenbauer. "Die wollten uns der Lächerlichkeit preisgeben", sagte Glücksmann.
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