Verkaufsstart am 15. Juli: Kein leichter Umstieg auf Windows 7
VON LUDWIG JOVANOVIC - zuletzt aktualisiert: 06.07.2009 - 20:39Düsseldorf (RP). Schon ab dem 15. Juli kann das neue Betriebssystem Windows 7 im Fachhandel bestellt werden – zum Einführungspreis von 49,99 Euro. Bis Mitte August wird Microsoft Wechselwilligen dieses Angebot machen. Danach kostet die Home Premium-Version 119,99 Euro. Ausgeliefert wird das neue Betriebssystem „Windows 7” ab dem 22. Oktober.
Doch zumindest im Gebiet der EU wird er Umstieg nicht so ganz einfach werden: Aus Gründen des Kartellrechts wird die „7” in Europa ohne Microsofts eigenen Internet-Browser ausgeliefert. Das heißt: Ein Update von Windows Vista wird nicht möglich sein. Vielmehr muss das Betriebssystem komplett neu installiert werden.
Eigene Daten sollen aber mit dem Hilfsprogramm namens „Easy Tranfer” von den Vorgängern Vista oder XP zunächst auf einen USB-Stick überspielt und darüber anschließend in die 7er-Version transferiert werden. Wer umsteigen möchte, sollte darum jetzt schon anfangen, seine eigenen Dateien zu sortieren.
Die „7” läuft schneller
Dafür bekommt man ein Betriebssystem, dass um einiges schlanker geworden ist und sehr viel schneller läuft. Die Vista-Zeiten, in denen man das Gefühl hatte, mit angezogener Handbremse zu arbeiten, werden dann vorbei sein. Auch die bisweilen lange Wartezeit, die sich der Rechner bisher beim Start genommen hat, wurde deutlich reduziert. Und mit dem neuen Energiemanagement sollen Notebooks deutlich sparsamer mit ihrem Akku umgehen und dadurch länger laufen.
Größere Symbole
Zudem bietet die „7” einige Verbesserungen im Handling: Die Symbole in der Taskleiste wurden größer gestaltet. Man sieht so auf einen Blicke, welche Anwendungen gerade laufen. Fährt man mit der Maus über eins der Symbole, wird nun auch eine Vorschau des Fenster-Inhalts gezeigt.
Und es spielt keine Rolle mehr, ob man etwas auf dem eigenen Rechner oder im Internet sucht: Alles läuft über eine Oberfläche – wenn Online-Anbieter das unterstützen. Mit Microsoft eigener Suchmaschine Bing und dem Flickr-Netzwerk funktioniert das bereits.
Unternehmens-Versionen mit Extras
Den Unternehmens-Versionen von „Windows 7” hat Microsoft zudem noch ein paar Extras mitgeben: Der Inhalt nicht nur der eigenen Festplatte, sondern auch eines USB-Sticks lassen sich verschlüsseln. Und mit „DirektAccess” sollen Mitarbeiter, die mit ihrem Notebook unterwegs sind, übers Internet so arbeiteten können, als säßen sie im Büro und wären direkt mit dem Firmennetzwerk verbunden.
Bedienung wie beim iPhone
Eine andere Besonderheit: Das neue Windows 7 lässt sich per Multitouch-Screen komfortabel steuern. Das erinnert zwar an die Bedienung von Apples iPhone. Für einen PC sind solche Monitore indes noch Mangelware. Die Technologie sei im Kommen, heißt es bei Microsoft.
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