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Neue Geräte nutzen GPS-Ortung: Kinder-Kontrolle per Handy

VON ISABELLE DE BORTOLI - zuletzt aktualisiert: 31.05.2007 - 07:02

Düsseldorf (RPO). Um die Sicherheit der Kleinen zu erhöhen, haben verschiedene Hersteller Kinder-Handys mit GPS-Ortung entwickelt. Die Eltern können sogar einen Rahmen abstecken, in dem sich Tochter oder Sohn bewegen dürfen.

Viele Eltern kennen die Situation: Das Kind ist mit dem Fahrrad zur Schule gefahren. Ist es dort auch sicher angekommen? Oder: Sohn oder Tochter sind nicht zum verabredeten Zeitpunkt zu Hause. Ist auf dem Weg etwas passiert? Mit jeder Minute steigt die Unruhe, man malt sich das Schlimmste aus: ein Unfall womöglich, Entführung?

Damit Eltern sich weniger Sorgen machen müssen, haben Anbieter wie „Kidsfinder“, „Track your kid“ oder „i-Kids“ jetzt eine Technik entwickelt, mit der Mutter und Vater rund um die Uhr mit ihrem Kind in Kontakt bleiben und es sogar orten können. „Dazu gibt es zum Beispiel das ,i-Kids’-Handy“, sagt Melanie Storch von der Björn Steiger Stiftung Service GmbH, die das Handy vertreibt. Das bunte Gerät mit nur sieben Tasten können Kinder ab drei Jahren bedienen.

Auf vier Tasten ist eine Rufnummer gespeichert, zum Beispiel die vom Büro des Vaters oder die des Handys der Mutter. „Das Kind kann ausschließlich diese Nummern wählen“, betont Storch. „So gibt es keine bösen Überraschungen wie Klingelton-Abos oder Dauer-Telefonate.“ Außerdem hat das „i-Kids“-Handy eine Panik-Taste. Wird die gedrückt, werden automatisch alle vier gespeicherten Nummern angerufen. Das Handy kann auch SMS empfangen - zum Beispiel ein „Toi Toi Toi“ vor der Mathe-Arbeit - aber nicht versenden.

Buntes Gerät mit nur sieben Tasten

Gleichzeitig können Eltern über das Internet das Mobiltelefon ihres Kindes orten - per GPS (Global Positioning System). Kommen Sohn oder Tochter also nicht zum verabredeten Zeitpunkt nach Hause, können die Eltern am Computer oder über die Internet-Funktion ihres eigenen Mobiltelefons überprüfen, ob sich das Kind auf dem Heimweg befindet, oder ob es sich womöglich in einem ganz anderen Stadtteil aufhält. Eine Karte zeigt ganz genau, auf welcher Straße in Höhe welcher Hausnummer sich das Kind befindet. Die Lokalisierung ist per GPS auch bei ausgeschaltetem Handy möglich. „Wir können die Eltern natürlich nicht vor allen Schrecken der Welt bewahren“, sagt Melanie Storch. „Ein Entführer zum Beispiel würde das Handy sicherlich wegwerfen.“

Mit „i-Kids“ können Eltern auch verschiedene Bewegungsräume für das Kind festlegen. Das bedeutet: sie können einstellen, dass sich das Kind nur in einem Radius von 500 Metern um das Elternhaus herum bewegen darf. „Verlässt das Kind diesen Radius, bekommen die Eltern sofort eine SMS“, erklärt Melanie Storch. Es gehe aber nicht um eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung. „Man kann einstellen, wann das Kind geortet werden soll. Also zum Beispiel von 7.30 bis acht Uhr, wenn es auf dem Schulweg ist. So können die Eltern sicher sein, dass das Kind dort angekommen ist.“

Geeignet sei das Gerät auch für die Sicherheit von behinderten Kindern. „Sie gewinnen mehr Freiraum, müssen nicht mehr überallhin begleitet werden, und trotzdem müssen sich die Eltern keine Sorgen machen“, betont Storch. Kindern ab zehn Jahren sei vermutlich das Design des Handys zu „uncool“ - da arbeite man an Alternativen.

In die Kinder-Handys lassen sich Sim-Karten aller Betreiber einsetzen. Kosten entstehen durch die geführten Gespräche - aber vor allem durch die GPS-Ortung. Hier haben die Netzbetreiber verschiedene Preise. Abgerechnet wird pro Megabyte. Das gesamte Paket mit Handy und GPS-Ortung kostet bei „i-Kids“ rund 159 Euro. Das „Mymo“-Handy samt „Track your kid“-Plattform kostet 89 Euro, der „Kidsfinder“ 119 Euro.


 
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